Maibaumverein Berg am Laim ist schon fleißig am Vorbereiten des großen Tags

Neuer Maibaum trotz Zentrumumbau

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„Wir kriegen heuer einen sehr schmucken Baum“, freut sich Johann Bachhuber, Vorsitzender des Berg am Laimer Maibaumvereins (2.v.l.). Am 6. April wird das neue Traditionsstangerl im Stadtteil begrüßt werden.

Im Ayinger Herrenholz wird derzeit das neue Traditionsstangerl „geschepst“, wie die Maibaumfachleute das Entasten und Entrinden jener stolzen Baumriesen nennen.

Von vielen Freiwilligen des Berg am Laimer Maibaumvereins wird das edle Gut dann geschmückt und verziert – am 1. Mai diesen Jahres schließlich soll der erhabene Fichtenstamm zusammen mit der Feuerwehr mitten im Stadtteilzentrum an der Baumkirchner Straße an seinem angestammten Bestimmungsort aufgestellt werden.

„Wir kriegen heuer einen sehr schmucken Baum“, freut sich Johann Bachhuber, Vorsitzender des Berg am Laimer Maibaumvereins. Der junge Riese kommt aus Beständen jenes Kirchenwaldes rund um Aying, aus denen schon der letzte Baum 2008 geschlagen war. „Die beiden Bäume kennen sich quasi, die standen nur einige Meter voneinander entfernt“, schmunzelt Bachhuber. Die Tradition im Holz ist also auch in dieser Hinsicht gewahrt. 

Doch noch ein Maibaum

Dabei hätten die Berg am Laimer heuer beinahe überhaupt keinen Maibaum bekommen. Lange war geplant, das eigene Traditionsstangerl am Südende des Grünen Marktes den Umbauarbeiten entlang der Zentrumsmeile Baumkirchner Straße zu opfern und damit ein Jahr lang in Sachen Traditionspflege vor Ort zu pausieren. „Verständnis hätten wir dafür allemal gehabt“, betont Bachhuber. Schließlich habe man im Stadtteil sei über zwei Jahrzehnten auf eine Verschönerung des Ortszentrums gewartet. „Da hätten wir eben mal ausgesetzt.“

Baubeginn erst am 2. Mai

Müssen sie jetzt gar nicht. Denn Bachhuber bekam von den zuständigen Stellen der Stadt signalisiert, man werde just erst am 2. Mai mit den Arbeiten beginnen. „Auf meine Nachfrage wurde mir bestätigt, der Maibaum würde nicht stören“, freut sich der Mitbegründer des örtlichen Vereins. Das bedeutet für die Mitstreiter aber auch viel Arbeit. Bereits am 6. April kommt der hölzerne Riese in Berg am Laim an – lange Wochen der Maibaumwache auf dem ESV-Gelände inclusive. „Erst am 1. Mai mit dem Aufstellen um 12 Uhr mittags sind wir endgültig sicher vor den Maibaumdieben“, lacht Bachhuber.

Buntes Treiben

Übrigens: umsonst habe der Maibaumverein den Fichtenstamm nicht bekommen aus den Beständen der Kirche, beeilt sich der Vorstand anzufügen. „Wir sind sehr dankbar, dass die Filiale der Stadtsparkasse an der Schlüsselbergstraße uns mit einer Spende unterstützt hat!“ So wird es also heuer doch wieder was mit dem bunten Treiben aus Volksmusik und Tänzen, gelebtem Brauchtum eben rund um den Berg am Laimer Maibaum am 1. Mai. Auch eine weitere, besinnlichere Veranstaltung, hat ihren Platz im Kalender des Maibaumvereins und des ganzen Viertels. Bei der Maiandacht am 10. Mai (19 Uhr) in St. Michael kommen alle Vereine wieder unter einem Dach zusammen.

In einem besonderen Jahr für den Stadtteil gibt es also Gott sei Dank (oder der Stadt sei Dank?) auch wieder einen Maibaum. Schön und wichtig: denn heuer jährt sich Berg am Laims Eingemeindung nach München zum 100. Mal – Grund für alle Stadtteilorganisationen, Vereine und Institutionen, kräftig zu feiern. Über die Festlichkeiten im Feier-Schwerpunktmonat Juni (HALLO berichtete) wird dann auch der hölzerne Riese von der Baumkirchner Straße wachen. Der Maibaumverein mit seinen derzeit 115 Mitgliedern wird auch dann im großen Stil mit von der Partie sein. Ob beim Festzug durch den Stadtteil oder beim Johannifeuer im Zuge der Stadtteilwoche: „Wir sind mit einer großen Abordnung dabei“, verspricht Bachhuber.

Selber mitmachen

Übrigens: Wer selbst aktiv die Traditionspflege rund um den Grünen Markt und die Baumkirchner Straße bereichern will, ist als neuer Mitstreiter im Traditionsverein höchst willkommen. 

Regelmäßige Treffen

Regelmäßige Treffen gibt es jeweils am 1. Dienstag des Monats ab 19 Uhr in der Echardinger Gartenlaube. Zudem freut sich Johann Bachhuber auch über telefonische Anfragen (431 65 83). „Vor allem auch jüngere Mitglieder könnten wir gut gebrauchen“, unterstreicht der Vorsitzende. Klar – So eine Nacht als Maibaumwache kann schon auch anstrengend werden. Spätestens am 1. Mai aber haben sich die Mühen mal wieder ausbezahlt. 

Harald Hettich

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