Lätare-Kindergarten muss saniert werden

Der Kindergarten der Lätare-Gemeinde bräuchte dringend eine Grundsanierung. Jetzt ist die erste große Hürde geschafft: Die Dekanatssynode hat beschlossen, dass die Neuperlacher zu den vier Gebäuden gehören, bei denen nun insgesamt eine Million Euro für dringende Instandsetzungsmaßnahmen ausgegeben werden sollen.

Man könne sich damit jetzt konkrete Hoffnungen auf eine Grundsanierung machen, meint Pfarrer Gerhard Rupprecht vorsichtig optimistisch. Denn die Zustimmung vom Dekanat ist nur eine von vielen Hürden, die das Projekt nehmen muss. „Es fehlt noch das letzte o.k. von der Stadt, die wiederum auf die Zuschuss-Zusage von der Regierung von Oberbayern wartet“, erläutert Kindergarten-Leiterin Lydia Metzig. Über die Umsetzung der Sanierung will man sich deshalb erst Gedanken machen, wenn tatsächlich alle Zusagen und Bewilligungen vorliegen. 40 Jahre alt Dass es das Gebäude im Lätare-Zentrum an der Quiddestraße nötig hat, steht außer Frage. Das Bauwerk ist inzwischen 40 Jahre alt und müsste dringend auf den neuesten energetischen Stand gebracht werden. Die Heizung, die Leitungen, dazu diverse Änderungen der Brandschutzauflagen machen einen grundlegenden Umbau nötig. Der würde nach Einschätzung von Metzig sicher ein Jahr dauern. Die Kindergarten-Chefin hofft, dass im Laufe 2011 die Vorbereitungen für die konkrete Sanierung anlaufen. Wie beispielsweise die Überlegung, ob der Kindergarten für die Bauzeit in Container oder in gemeindeeigene Räume umzieht. „Ich hoffe, dass die Bauarbeiten dann bis 2013 abgeschlossen sind.“ Steiniger Weg „Es ist der Anfang eines steinigen Weges“, so Pfarrer Rupprecht. Denn welche Kosten an der Kirchengemeinde hängen bleiben, könne noch keiner so richtig sagen. Klar sei jedoch, dass das Ja der Gemeinde zu der Grundsanierung auch eine erhebliche finanzielle Belastung bedeute. Mit etwa 150.000 Euro rechnet der Pfarrer. Dieses Geld aufzubringen, werde noch ein Riesen-Kraftakt. Die Kirchengemeinde hofft auf Sponsoren oder Firmen-Partnerschaften. Trotzdem sei für die Zustimmung keine große Überlegung nötig gewesen, betont Rupprecht. „Den Kindergarten braucht es hier und wir wollen eine Kirchengemeinde für die Menschen in dem Stadtteil sein.“ Zudem hätten die Leute von der Einrichtung eben ganz konkret was. Umstrukturierung Ist die Sanierung abgeschlossen, soll der Kindergarten auch umstrukturiert werden. Aus den derzeitigen drei Kindergartengruppen sollen dann zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen werden. „Der Bedarf ist da, wir haben bereits jetzt viele Anfragen für jüngere Kinder“, erzählt Metzig. Vor den erschwerten Bedingungen, die durch die Sanierung auf sie zukommen, hat sie keine Angst. Mit der Unterstützung und der enormen Anerkennung in der Gemeinde werde man das schon schaffen. „Die Zeit des Wartens ist viel schlimmer als der Startschuss selbst.“ Die Kindergartenleiterin, die seit 20 Jahren in der Lätaregemeinde arbeitet, sieht eher die „Belohnung“ am Ende. „Wir haben uns jetzt auf engstem Raum arrangiert, dann können wir unter ganz anderen Bedingungen arbeiten, das hat dann auch eine andere Qualität.“ Auch für sich selbst sieht sie eine „Belohnung“: „Ich habe noch nie in einem neuen Kindergarten gearbeitet.“ Carmen Ick-Dietl

Auch interessant:

Meistgelesen

KJR Freizeitstätten bieten Programm für Kinder
KJR Freizeitstätten bieten Programm für Kinder
Zukunft der Trabantenstadt: Sanierung von Neuperlach
Zukunft der Trabantenstadt: Sanierung von Neuperlach
Eine besondere Doku ist nicht notwendig – Kulturreferat will kein ThemenGeschichtsPfad für Berg am Laim
Eine besondere Doku ist nicht notwendig – Kulturreferat will kein ThemenGeschichtsPfad für Berg am Laim
Dann eben auf dem Dach – Stadtrats-SPD will SV Stadtwerke in Ramersdorf erhalten
Dann eben auf dem Dach – Stadtrats-SPD will SV Stadtwerke in Ramersdorf erhalten

Kommentare