Nacht-Regelung an der Kreuzung Unterhachinger- und Fasangartenstraße

Nacht-Regelung an der Kreuzung Unterhachinger- und Fasangartenstraße

Nacht-Regelung an der Kreuzung Unterhachinger- und Fasangartenstraße
Bezirksausschuss Berg am Laim fordert Ausbau bei ÖPNV

Bezirksausschuss Berg am Laim fordert Ausbau bei ÖPNV

Bezirksausschuss Berg am Laim fordert Ausbau bei ÖPNV

Dem Park droht der Zusammenbruch

Lärm, Müll, Gestank und Kulturstrand im Ostpark

+
Eigentlich soll der Ostpark eine Oase für die Bürger sein. Doch die Anwohner beklagen zunehmenden Lärm, Müll und Belästigungen.

Eigentlich soll der Ostpark der Erholung der Menschen dienen. Doch den Anwohnern stinkt nicht nur das wilde Grillen, auch der zunehmende Lärm macht ihnen zu schaffen. Der Bezirksausschuss hat Ideen, wie man den genervten Anliegern helfen könnte.

„Mir großem Entsetzen habe ich in der Presse gelesen, dass das KVR eventuell ins Auge fasst, den Kulturstrand in den Ostpark zu verlegen. Ist dem KVR überhaupt klar, welche großen Probleme wir hier im Sommer schon haben?“ Detlef Schad nimmt als direkter Anwohner des Ostparks in seinem Schreiben an den Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach kein Blatt vor dem Mund. Seit Jahren würden die Anwohner unter den vielen Besuchern des Parks leiden. Gegrillt würde auf allen möglichen Flächen auch außerhalb der ausgewiesenen Zonen. Lärm, Qualm und reichlich Abfall stören Schad und seine Nachbarn.

Er kann deshalb auch keinerlei Verständnis für die Überlegungen aufbringen, der Kulturstrand der urbanauten vom Vater-Rhein-Brunn in den Ostpark zu verlegen (HALLO berichtete). „Jetzt schon kommen große Familienverbände auch von außerhalb, um ihre Treffen im Ostpark abzuhalten. Wenn jetzt auch noch die Feierwütigen dazu kämen, wäre das der absolute Gau für Anwohner und Besucher des Ostparks“, ist sich Schad sicher. Dieser Kulturstrand habe hier nichts zu suchen, zumal es sich ja auch um eine kommerzielle Veranstaltung handle.

Beim Bezirksausschuss erhielt Schad Unterstützung. Einstimmig beschloss das Gremium, seine Bedenken an die Landeshauptstadt weiterzuleiten. Zusammen mit einem weiteren Beschwerdebrief eines Ostpark-Anwohners. Dieser hatte sich beim BA wegen massiver Lärmbelästigungen beklagt. „Leider musste ich heute am Sonntag einschreiten, um mehr als laute Musik live gespielt mit Trommeln und Blasinstrumenten, die bis zu uns herüberdrang, zu unterbinden“, teilt er dem „Stadtteilparlament“ mit. „Wir fühlen uns in unserer Sonntagsruhe mehr als gestört“, schreibt er weiter. Es werde endlich Zeit, dass der Bezirksausschuss auf die Verwaltung verstärkt Einfluss nehme und für mehr Kontrollen sorge.

Eine Forderung, der sich das Gremium nicht verschließen wollte. Doch neben verstärkten Kontrollen und einer personellen Aufstockung der Parkaufsicht hatten die BA-Mitglieder noch weitere Ideen, wie den Ostpark-Anwohnern geholfen werden könnte. So schlug Grünen-Fraktionssprecher Christian Smolka vor, AKIM einzubinden. AKIM ist eine zentrale Stelle, die für das gesamte Stadtgebiet bei Anfragen zu Konfliktlösungen im öffentlichen Raum eine erste Konfliktanalyse vornimmt und vor Ort mit einem allparteilichen Ansatz und rein kommunikativen Mitteln präsent ist. Die Initiative setzt sich für die Interessen und Belange aller Nutzergruppen ein und versucht, zwischen ihnen zu vermitteln. Und seitens der CSU wurde vorgeschlagen, auch die Sicherheitswacht im Ostpark einzusetzen.

BA-Vorsitzender Thomas Kauer setzt zudem große Hoffnungen in die „Soziale Stadt“. Im Rahmen diese Programms erhält das Stadtviertel über mehrere Jahre hinweg Fördermittel, um sozialen Herausforderungen zu begegnen und städtebauliche Missstände zu beseitigen. Schwerpunkte dieser Städtebauförderung sollen die Entwicklung einer Perspektive für die in die Jahre gekommene Großwohnsiedlung, ihre energetische Sanierung, die Verbesserung der Wohnsituation, die Aktivierung der Freiflächen und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sein. Zudem soll eine Antwort auf die teils überdimensionierten Straßenräume gefunden und der Ostpark aufgewertet werden.

In diesem Zusammenhang kann Kauer sich durchaus eine Umplanung des Ostparks vorstellen. Ein Teil dieser Umplanungen könnte dann eine Verlagerung der bestehenden Grillplätze beinhalten — möglichst weit weg von den Anwohnern.

Bis dies umgesetzt ist, kann in manchen Fällen vielleicht eine Anregung von SPD-Fraktionssprecherin Astrid Schweitzer helfen. Sie gab zu Bedenken, dass nicht große Menschenversammlungen nötig seien, um die Ruhe zu stören. Dafür genügten schon einige wenige Jugendliche mit einem Ghettoblaster. Doch sie habe die Erfahrung gemacht, dass dieses Problem meistens einfach zu lösen sei: „Einfach mal mit den Jugendlichen sprechen und ihnen das Problem vernünftig erklären.“ 

fit

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Nacht-Regelung an der Kreuzung Unterhachinger- und Fasangartenstraße
Nacht-Regelung an der Kreuzung Unterhachinger- und Fasangartenstraße

Kommentare