Verlegung des Kulturstrands in den Ostpark

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Bezirksausschuss Berg am Laim fordert Stadt zum Schaffen von sozialen Räumen auf

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Grundsätzlich offen oder doch nicht?

Kulturstrand für zwei Jahre im Ostpark

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Wegen Bauarbeiten muss der Kulturstrand der „urbanauten“ umziehen. Als Ausweichstandort ist der Ostpark im Gespräch.

Vorerst ein letztes Mal läuft derzeit der Kulturstrand der „urbanauten“ am Vater-Rhein-Brunnen – dann kommt der Umbau der Ludwigsbrücke. Für mindestens zwei Jahre muss das Kunst- und Kulturprojekt dann umziehen. Eine mögliche „Neue Heimat“ könnte der Ostpark werden.

Was dem BA Ramersdorf-Perlach da unter dem Titel „Anfrage des Kreisverwaltungsreferats, ob aus Sicht des Bezirks- ausschusses einer Strandveranstaltung im Ostpark im Jahr 2020 und voraussichtlich 2021 etwas entgegen steht“ in Haus flatterte, hat bei den Mitgliedern für einigen Ärger gesorgt. „Hingerotzt“ sei die Anfrage der Behörde, empörte sich etwa SPD-Fraktionssprecherin Astrid Schweitzer. Aus dem Schreiben könne man nicht ersehen, was konkret im Ostpark abgehen soll. Und genau das will der Bezirksausschuss nun vom KVR wissen. Dazu hat der zuständige Unterausschuss „Allgemeines, öffentliche Ordnung und Grundsatzfragen“ einen umfangreichen Fragenkatalog erarbeitet. Denn soll die Stadt nun beantworten. Erst dann will sich das „Stadtteilparlament“ konkret mit einem möglich Umzug des Kulturstrands vom Vater-Rhein-Brunnen in den Ostpark befassen. Wobei zwar Einigkeit über die Fragen bestand, nicht aber darüber, ob sich der BA „einleitend“ bereits jetzt positionieren sollte, wie von Teilen der CSU und der Grünen gefordert wurde. Dem entgegneten sowohl Schweitzer wie auch Werner Ruf, eine Vorab-Erklärung sei das falsche Signal. Erst müssten die Antworten der Stadt vorliegen, dann könne das Gremium der Veranstaltung zustimmen oder sie ablehnen. Dabei ging es Ruf vor allem auch um den Schutz der Anwohner vor Lärm und anderen möglichen Beeinträchtigungen.

Als „kulturelle Bereicherung“ und „Chance für den Stadtteil“ schätzte hingegen Christian Smolka einen Kulturstrand im Ostpark ein. Der Fraktionssprecher der Grünen hielt Rufs Befürchtungen für überzogen, zumal der Bezirksausschuss Auflagen wie den Verzicht auf elektrisch verstärkte Musik zu bestimmten Uhrzeiten fordere. BA-Vorsitzender Thomas Kauer forderte die Mitglieder auf, die „Kirche im Dorf zu lassen“. Es gehe schließlich nicht um eine Veranstaltung, die 60.000 Besucher auf einmal anziehen würde. Zudem verfügt der Ostpark nach Kauers Ansicht durchaus noch über entsprechende Kapazitäten. Gleichzeitig sprach sich der BA-Vorsitzende für eine umfassende Bürgerbeteiligung aus. Die „urbanauten“ sollten seiner Ansicht nach frühzeitig speziell die Ostpark-Anwohner über ihren Kulturstrand informieren.

Die Mehrheit des Bezirksausschusses überzeugte diese Argumentation. Während aber der Fragenkatalog einstimmig angenommen wurde, wurde die Stellungnahme, der BA stehe dem Kulturstrand „grundsätzlich offen“ gegenüber von zwei Mitgliedern des Gremiums abgelehnt. Nun bleibt abzuwarten, wie befriedigend die Antwort des Kreisverwaltungsreferats ausfällt.

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Die Kulturstrand Philosophie

Drei Monate gute Musik, Lesungen, Filme, Kinderprogramm, Kunst und Kultur am Vater-Rhein-Brunnen — und das alles kostenlos. Das soll der Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen bieten. Täglich von 12 Uhr bis kurz vor Mitternacht soll er für einen Hauch Karibikfeeling in der Landeshauptsadt sorgen. Die Philosophie dahinter beschreiben die „urbaunauten“ so: „Öffentliche Räume und das dort pulsierende Leben prägen das Bild der typisch europäischen Stadt. Der großen Vielfalt öffentlicher Räume kommt zunehmend eine höhere Bedeutung zu. Sie werden zum Aushängeschild und zur Visitenkarte der Stadt. Die Strandinszenierung mit ihrer Urlaubs-Assoziation von entspannter Kommunikation und gelassener Offenheit verführt die Stadtbewohner zu urbanen Begegnungsformen, wie man sie in der ,Stadt der Ströme‘ immer seltener findet. Man begegnet sich auf dem Stadtplatz, plaudert, tauscht Nachrichten aus. Mit dem Ankommen am Kulturstrand wechselt man die Seite: vom abgehetzten Städter zum Halt machenden Flaneur. Vorbeilaufen zwecklos. Der Kulturstrand setzt an genau dieser Stelle an und rückt bestimmte Orte in München in den Mittelpunkt des Blickfelds der Städter.“ Zum Angebot gehören Konzerte ebenso wie Kindersport, Sport für Erwachsene oder Yoga für alle. Auch Speisen und Getränke werden am Kulturstrand angeboten.

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