Kompostieranlage Fasangartenstraße

Wegen des geplanten Neubaugebiets an der Hochäckerstraße muss die städtische Kompostieranlage an der Hochäckerstraße verlegt werden. Der neue Standort liegt an der Fasangartenstraße. Eine geschlossene Biogasanlage soll es dort allerdings nicht werden.

Bis zu 12.500 Tonnen Gehölzschnitt, Laub und Friedhofsabfälle verrotten jährlich in der Perlacher Kompostieranlage. Betrieben wird sie vom städtischen Gartenbaureferat. Im Zuge der Entwicklung des neuen Wohnquartiers an der Hochäckerstraße muss die Anlage umziehen. Dafür wurden mehrere Standorte im Münchner Osten geprüft, unter anderem auch einer im Gewerbegebiet am De-Gasperi-Bogen in der Messestadt Riem. Am Ende entschied man sich bei der Stadt für einen Platz ganz in der Nähe des bisherigen Standorts. Für die Verlagerung sei das Areal an der Fasangartenstraße, südlich der S-Bahn und südlich der Erweiterungsfläche des Neuen Südfriedhofs am geeignetsten, so das Umweltreferat. Um die angrenzende Wohnbevölkerung vor unangenehmen Gerüchen zu schützen, forderte der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach auf Anregung der CSU eine geschlossene, statt einer offenen Anlage am neuen Standort. Vorstellen könnte man sich beispielsweise eine Biogasanlage. Ungeeignet Doch eine Überprüfung der in der bestehenden Kompostieranlage anfallenden Abfallmengen hat ergeben, dass das Material zu mehr als 90 Prozent nicht für eine energetische Verwertung in einer Biogasanlage verwendbar ist. Weder das verholzte Material aus dem Strauch- und Baumschnitt noch das Langgras oder Laub eignen sich für diese Art der Energiegewinnung. Genauso wenig wie der stark mit Fremdstoffen belastet Kompost aus der Sammlung der städtischen Friedhöfe. Für eine andere Verwertung wie beispielsweise eine Holz-Hackschnitzel-An­lage reichen jedoch die Jahresmengen – selbst bei einer stadtweiten Sammlung – nicht aus, um einen sinnvollen Betrieb der Anlage zu gewährleisten. Und ankaufen will man bei der Stadt deshalb nicht. Verbesserte Anlage Bleibt in diesem Fall also nur die Kompostierung als sinnvollste ökologische und wirtschaftlichste Variante. Die neue Anlage soll jedoch wesentlich besser sein als die alte. So soll es eine Halle geben, in der laute Arbeiten durchgeführt werden. Zudem sollen die Komposthaufen mit einer Mem­bran abgedeckt werden und der Kompostierprozess optimiert werden. Dadurch wird der Kompost schneller und besser umgesetzt, was wesentlich weniger Geruch fabriziert. Außerdem wird die Durchsatzmenge auf unter 10.000 Tonnen im Jahr reduziert. Übrigens müssen alle tangierten Bezirksausschüsse für die neue Kompostieranlage angehört werden. Bislang liegt jedoch noch nicht mal ein konkreter Antrag für den neuen Standort beim Umweltreferat vor. Carmen Ick-Dietl

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