Kein City-Service-Center an der Aschauer Straße

Stadtrat soll Projekt-Aus beschließen

Frohe Kunde für die Anwohner rund um die Aschauer Straße! Das geplante City-Service-Center des Baureferats ist vom Tisch! Nächsten Mittwoch soll der Stadtrat dies noch offiziell beschließen.

Die Planungen für das City-Service-Center würden nicht weiter verfolgt, da das Vorhaben an diesem Standort der Öffentlichkeit nicht vermittelbar sei, heißt es in der offiziellen Stadtratsvorlage. Mit Zustimmung des Stadtrats am nächsten Mittwoch bedeutet dies das Aus für das Projekt in Ramersdorf. 

Betriebshof

Hinter der Bezeichnung City-Service-Center steckt ein städtischer Betriebshof für Straßenreinigung und -unterhalt samt 24-Stunden-Winter-dienst, Müllhalde und dazugehörigem Lkw-Verkehr. Für die Anlieger ein „Lärm- und Geruchsmoloch“, gegen den sie mit der eigens gegründeten Bürgerinitiative „Lebenswertes Ramersdorf“ seit Monaten vehement kämpften. Unterstützung bekamen sie dabei sowohl vom Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach als auch vom Nachbar-BA Obergiesing-Fasangarten, aber auch von Stadträten wie Robert Brannekämper (CSU), Beatrix Burkhardt (CSU), Hans Podiuk (CSU) und Claudia Tausend (SPD). Zuletzt war die Stadtratsvorlage für den geplanten Betriebshof mehrfach von der Tagesordnung im Planungsausschuss abgesetzt worden. Man prüfe noch andere Standorte, so die damalige Auskunft der Pressesprecherin des Planungsreferats, Katja Strohhäker. Unter anderem im neuen Gewerbegebiet Hüllgraben an der Riemer Autobahn. Wird dies nun der Standort? „Wir sind jetzt in der Prüfung, aber entschieden ist das noch nicht“, erklärt Strohhäker.

Klar ist jedoch die endgültige Absage für den Standort Aschauer Straße durchs Planungsreferat. Die Bürgerinitiative freut sich natürlich über ihren Erfolg. Man begrüße es sehr, dass die Stadt den Betriebshof nicht angrenzend an die Wohnbebauung, sondern an einem alternativen wohnungsverträglichen Standort ansiedeln möchte, so Anwohnersprecher Andreas Bruckmeier. 

Verein arbeitet weiter

Für die Gruppe, die inzwischen zum eingetragenen Verein geworden ist, ist das Thema damit jedoch noch nicht abgeschlossen. Der Verein möchte sich weiterhin in direkter Kooperation mit der Stadt dafür einsetzen, dass – wie im bestehenden Flächennutzungsplan beschrieben – „vorrangig Maßnahmen zur Verbesserung der Grünausstattung“ und verbesserte Wegebeziehungen auch für Fußgänger und Radfahrer über die Stadtteilgrenzen hinweg entstehen. Man werde weiterhin aktiv verfolgen, was auf diesem Grundstück platziert werden soll. „Wir freuen uns eine weitere positive Entwicklung in Ramersdorf und Umgebung und möchten unseren Teil als Aktivbürger beitragen“, erklärt Bruckmeier.

Brainstorming

Der Einsatz gelte „einer übergreifende Stadtentwicklung, die ein lebenswertes Wohnen und Arbeiten in Ramersdorf zum Ziel hat und nicht nur von Partikularinteressen einzelner privater Investoren oder Bauträger definiert wird“, verdeutlicht der Anwohnervertreter. Künftige Ansiedlungen an der Aschauer Straße müssten diesen Leitgedanken widerspiegeln, im Vordergrund müsse eine konzeptionelle Planung stehen. Einige Ideen gibt es vor Ort schon: Studentenwohnungen, ein Kindergarten, ein Grünzug, eine Boulderhalle des Deutschen Alpenvereins. „Wir machen gerade Brain-storming“, meint Bruckmeier lachend. Zu einer eventuellen Wohnbebauung auf dem Areal will man sich noch nicht äußern. „Eine Aussage zu Wohnbebauung ja/nein ohne konkreten Planungsumfang wäre wenig belastbar.“ 

Carmen Ick-Dietl

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