Jugend braucht Raum

Die Jugendlichen in der Maikäfersiedlung brauchen einen eigenen Treffpunkt! Das ist die Quintessenz eines Ortstermins des Sozialausschusses im Berg am Laimer Bezirksausschuss bei den Machern des Bewohnertreffs des Quartiers.

Eine Meinung, der sich jetzt auch die Vollversammlung des Stadtteilgremiums im Rahmen der jüngsten BA-Sitzung einmütig anschloss. Zwar gebe es in der Siedlung viel Programm für – fast – alle Altersgruppen. Doch die Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren ecken offenbar öfters an. Laute Musik und verschiedenste Ballspiele erregten allzu oft den Zorn der Anwohner, so die Erkenntnis des Sozialausschusses nach dem Termin vor Ort. Eine Tischtennisanlage im Grünbereich der Siedlung war wegen der „hohen phonetischen Belastung“ für die Nachbarn erst kürzlich wieder abgebaut worden. „Wir brauchen aber für die Jugendlichen Lösungen“, forderte CSU-Mandatar und Sozialausschuss-Vorsitzender Anton Spitlbauer sen. im Gremium. Seiner Fraktion schwebt vor, im Bereich des Echardinger Grünstreifens einen alten Bauwagen als künftigen Jugendtreff zu etablieren. „Das wäre weiter weg von der Wohnbebauung und dennoch für die jungen Leute gut zu erreichen“, so Spitlbauer. Der BA-Vorsitzende Josef Koch (SPD) favorisiert dagegen eine andere Lösung. Im Zuge der Umgestaltung des nahen Piusplatzes sei auch ein überdachtes Areal für die Jugendlichen eingeplant. Ein Vorschlag, der wiederum bei den Christsozialen nicht auf fruchtbaren Boden fiel. „Gegen den Piusplatz spricht die verkehrliche Barriere des Mittleren Rings“, argumentierte Spitlbauer sen. „Wir brauchen etwas näher gelegenes“. Zudem sei der Betrieb nach seiner Ansicht relativ leicht zu bewerkstelligen – die Mitstreiter des Bewohnertreffs könnten sich um diesen „kümmern“, so Spitlbauer sen. Koch wandte ein, es sei schon verwunderlich, dass die Jugend zwar die noch weiter entfernte Kultfabrik durchaus finde, aber der Piusplatz zu weit weg sei. Dennoch einigte sich der BA darauf, bis zum kommenden Frühjahr eine Lösung für die jungen Leute zu erarbeiten. „Bedarf besteht in jedem Fall“, so der einmütige Tenor. Harald Hettich

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