Jodeldiplome und Ödlandschrecken

Der tolle Auftritt der Bauchtanzgruppe vom Maikäfertreff löste beim Berg am Laimer Kleinkunstabend große Begeisterung aus. Foto: Charly D

Großer Andrang herrschte beim 8. Kleinkunstabend des Bürgerkreises Berg am Laim.

Bis auf den letzten Stuhl war der Pfarrsaal von St. Michael besetzt, als der Bürgerkreis Berg am Laim am vergangenen Samstag wieder zum traditionellen Kleinkunstabend einlud. Zu Beginn setzte Reinhold Moser seine Schule der bayerischen Lebensart fort, diesmal mit einem Vortrag über die Entstehung und richtige Ausübung des Jodelns. Im Anschluss daran konnten die Zuschauer bei Elisabeth Kugler als strenger Lehrerin einer Jodelklasse frei nach Loriot die korrekten Laute erlernen, die für den Herzog-Johann-Jodler nötig sind. Auch über die Vorteile eines Jodeldiploms für die moderne Frau wurde das Publikum informiert. Hermine Bernecker klärte auf, wie Männer bis ins hohe Alter ihre dunkle Haarpracht erhalten können, Rainer Wagner trug ein fränkisches Gedicht in bester Mundart vor. Uhrmachermeister Karl Müller gab Balladen zum Besten und begleitete sich mit seiner selbst gebauten Drehleier. Werner Götz entpuppte sich als Kenner der Lebensbedingungen der blauflügeligen Ödlandschrecke im alten Bahngelände. Eine besondere Überraschung und ein Augenschmaus war der tolle Auftritt der Bauchtanzgruppe vom Maikäfertreff, der große Begeisterung auslöste. In der Umbaupause unterhielt Hildegard Steffen, die durch den Abend führte, mit Gstanzl in Roider-Jackl-Art das Publikum und nahm sich dabei der aktuellen Themen Berg am Laims an. Helga Gruber als Operndiva und Henry Jocher als Arzt demonstrierten, wie man einem Frosch im Hals auf offener Bühne beikommen kann. Rudi Gundel als Dampfplauderer und besonders als Professor für Schwammerlkunde begeisterte seine Fangemeinde. Sigi Popp, der bekannte Musikkabarettist, hielt den Kleinkunstbrettern des Bürgerkreises die Treue und brachte einige seiner besten Stücke. Nora Spang kam als Doktor Faustus auf die Bühne und trug eine zwar verkürzte, dafür aber umso amüsantere Zusammenfassung des Faust Monologs vor. Das Publikum hatte viel Spaß und spendete allen Mitwirkenden reichlich Beifall. Für die musikalische Umrahmung sorgte Henry Jocher auf seiner Ziehharmonika. Der Pfarrei St. Michael, die dem Bürgerkreis den Pfarrsaal immer unentgeltlich zur Verfügung stellt, konnten 320 Euro aus Spenden und dem Getränkeverkauf übergeben werden. Der Bürgerkreis dankt allen Beteiligten ganz herzlich.

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