100 Jahre Waldperlach

100 Jahre Waldperlach – dass muss natürlich entsprechend gefeiert werden. Was alles geplant ist, stellte Jürgen Daschner Interessierten kürzlich vor. Foto: Charly D

Sein 100-jähriges Bestehen feiert der Stadtteil Waldperlach in diesem Jahr. Vom 17. bis 20. Mai sind dafür zahlreiche Aktionen und Darbietungen im Viertel geplant. Zum Abschluss gibt’s am Sonntag einen historischen Umzug. Damit alle Veranstaltungen wie geplant stattfinden können, sucht die „Waldperlacher Runde“ dringend noch Sponsoren und ehrenamtliche Helfer.

11, 12 oder 13 – so ganz klar ist das exakte Gründungsdatum von Waldperlach nicht. Das „Leiberheim“, das am 1. Juni 1911 als „Erholungsheim für Angehörige des Königlich-Bayerischen Infanterie-Leibregiments“ eröffnet wurde, hat zwar gehörig zur Attraktivität des Gebiets für Ausflügler beigetragen, als Besiedlungsbeginn kann es allerdings nicht angesehen werden. Sicher aber als Ausgangspunkt für die Entstehung Waldperlachs. Der Münchner Abbruchunternehmer Otto Riegler ließ bereits im selben Jahr einen Generalbaulinienplan für die Anlage einer Villen-Kolonie nahe dem „Waldheim des Leibregiments“ anfertigen. Im gleichen Jahr wurde auch mit der Anlage der ersten Straße begonnen. 1912 bauten sich die ersten Münchner in der Kolonie ein kleines Häuschen. Die Mehrzahl betrieb hier jedoch in der ersten Zeit eher eine intensive Gartenbewirtschaftung. Richtig gesiedelt wurde wohl erst ein Jahr später. Doch ein Dokument im Münchner Stadtarchiv erwähnt die Anlage der Kolonie „Wald-Perlach“ im Jahr 1912. Vier Tage wird gefeiert Also wird dieses Jahr in Waldperlach das Hundertjährige gefeiert. Vier Tage lang steht im Stadtteil am Rande Münchens alles unter dem Zeichen des großen Jubiläums. Vom 17. bis 20. Mai gibt es deshalb an diversen Standorten im Viertel zahlreiche Aktionen und Darbietungen. Los geht’s am Donnerstag (Christi Himmelfahrt) mit der beliebten „Waldperlacher Runde“. Am Freitag folgt der Tag der Kinder und Jugendlichen. Samstag dann der große Festakt mit Reden und Ehrungen im Festzelt sowie Aktionsflächen und Ständen am Waldheimplatz. Der Sonntag klingt aus mit einem ökumenischen Feldgottesdienst und einem historischen Umzug unter dem Motto „Von der Vergangenheit in die Gegenwart“. Letzter Schliff Für viele Programmpunkte laufen noch die Planungen und Abstimmungen. So braucht unter anderem die Festschrift noch den letzten Schliff, Flyer und Plakate müssen noch gedruckt werden, die Absperrung des Waldheimplatzes und die Umleitung der MVG-Busse muss noch genehmigt werden, ebenso die Zuschuss-Anträge beim Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach. Viel Arbeit noch für die Veranstalter, die so genannte Waldperlacher Runde, ein loser Zusammenschluss der Waldperlacher Vereine und Organisationen. Zu ihr gehören unter anderem der Verein für Nachbarschaftliches Leben in Waldperlach, die WAPE, die freiwillige Feuerwehr Waldperlach, die beiden Kirchengemeinden, der Siedlerverein, der Sportverein Waldperlach und der Verein „Die Philosophen“. Damit jedoch alle Veranstaltungen planmäßig durchgeführt werden können, werden noch viele ehrenamtliche Helfer für das Jubiläum gesucht. Und zwar in allen Bereichen, ob bei der Planung, der Durchführung, der Organisation, beim Flyer verteilen oder was sonst für Tätigkeiten bei einer solchen großen Veranstaltung anfällt. Melden kann man sich unter anderem per Mail unter info@waldperlach.de. Unterstützung brauchen die Veranstalter aber auch in punkto Kosten. Die Kontonummer für Spenden ist ebenso wie der aktuelle Planungsstand auf der Internetseite www.waldperlach.de (Planung der Feierlichkeiten) zu finden. Und wer mehr über die Geschichte Waldperlachs erfahren und sich so auf das große Fest einstimmen will, der ist bei Franz Kerscher richtig. Der Hobby-Heimatforscher aus Waldperlach hat in den letzten Jahren viele Informationen zur 100-jährigen Geschichte seines Heimatviertels zusammengetragen. Seine Recherchen sind auf der Homepage der WAPE www.waldperlach.de/informationen und der Homepage des Festring Perlachs www.festring-perlach.de/ unter Downloads zu finden. Carmen Ick-Dietl

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