10 Jahre Klasse Förg

Die

Ausstellung „10 Jahre Klasse Förg“ ist ab sofort in der whiteBOX an der Grafinger Straße 6 zu sehen. Nach Dezember 2007 ist „Förg Schüler 2010“ zwei Jahre später die dritte Akademieklassenausstellung in der whiteBOX. Den Anfang machte vor zwei Jahren die Klasse von Sean Scully – ein voller Erfolg. Nach dem aktuellen Raumexperiment der Klasse Magdalena Jetelova ist das die dritte Ausstellung dieser Art, mit Günther Förg als Prof, einem internationalen Star der Kunstszene. Das Plakatmotiv? Das Plakat mit der gestempelten Weißwurst ist münchnerisch speziell. Mit der Stempelschrift „Fühl Förg Nügen“ könnte man ein Frühstück im alten Café Größenwahn, respektive Stefanie in den 10er Jahren des letzten Jahrhunderts assoziieren. Vielleicht mit Walter Serner, dem manchmal damals in München gesehenen Dadaisten. Es gab damals nämlich eine kleine Dada-Szene, sogar in München – das Café Stefanie. Das Verhältnis Günter Förgs zu Dada ist Spekulation, einiges verbindet ihn aber sicher mit seinen Protagonisten, vielleicht mit Hugo Ball. Haltung, Stil, Aufwand und Einsatz sind extrem unprätentiös. Die Vermeidung eines Pathetischen der Kunst scheint Programm, nirgendwo ist in den Arbeiten von Förg die Schicksalsmelodie des Romantischen zu erkennen. Auch sie wurde ja, ebenfalls programmatisch, durch die Neutöner um und nach Schönberg vernichtet. Organisiert wurde die Ausstellung vom Diplomjahrgang 2009 um Karin Palluch. In gewisser Weise ist man sicher schon der Frage nachgegangen, ob sich da in einem losen Gewebe die Arbeit des Lehrers abbildet. Gruppiert um eine große Wandarbeit von Günther Förg zeigen 23 Künstler, Diplomanten aus verschiedenen Jahrgängen und die Assistenten, Zeichnung, Malerei, Fotografie, Bildhauerei und Installation, einen breiter Fächer gegenwartsbezogener Auseinandersetzung mit Kunst. Verschiedenste künstlerische Ansätze treten in einen räumlichen, zeitlichen Diskurs. Die Ausstellung kann bis Sonntag, 21. Februar, Donnerstag und Freitag von 17 bis 21 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 15 bis 20 Uhr besichtigt werden.

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