20 Jahre Kirchenchor St. Paulus

Das 20-jährige Jubiläum des Kirchenchors St. Paulus wird mit einem festlichen Konzert am Samstag, 29. Oktober, in Perlachs evangelischem Gotteshaus an der Sebastian-Bauer-Straße gefeiert. Der Beginn ist um 19 Uhr. Foto: privat

Der Kirchenchor der evangelischen St. Paulus-Gemeinde Perlach wird 20 Jahre alt. Das Jubiläum feiert der Chor mit einem festlichen Konzert am Samstag, 29. Oktober, ab 19 Uhr im Gotteshaus an der Sebastian-Bauer-Straße. Aufgeführt werden das „Gloria“ von Antonio Vivaldi, dazu ein Orgelwerk von Bach und ein Oboenkonzert.

Es ist ein großes Werk, an das sich der Kirchenchor von St. Paulus da heranwagt: Das „Gloria“ von Antonio Vivaldi. Doch die Sängerinnen und Sänger haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Nach vielen Übungsstunden und einem Probenwochenende fühlt man sich fit, den Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen. „Ich freue mich, wenn jetzt nach der Phase des Notenlernens in den Proben Musik entsteht und die Chormitglieder so lang durchgehalten haben“, erklärt Gemeindepfarrer Dietrich Röhrs. Erfreulich sei auch, dass der Chor nach einer Werbeaktion im Sommer wieder erstarkt und auf fast 30 Mitglieder angewachsen sei. „Es mag sein, dass dieser Chor nur ein kleines Licht in der Musikstadt München ist“, so Röhrs, „für die St. Paulus-Gemeinde ist er die seit vielen Jahren stetigste Gruppe, in der sich Menschen treffen.“ Anfänge Eigentlich gab es den Singkreis an St. Paulus schon in den 50er Jahren. Damals hatte Hans Walter Toelle, ein Musiker im Residenzorchester, die Leitung. Er sammelte im Haus der Pfarrersfamilie Schulz einen Kreis von Singbegeisterten um sich, steuerte sogar eigene Kompositionen bei. Mitte der 60er Jahre verlagerte sich der Schwerpunkt. Eine Gruppe begabter Sängerinnen und Sänger um Pfarrer Dr. Richter gestaltete die Gottesdienste. Eine umfangreiche Bläserarbeit begann, in der sich die spätere Gründung des Perlacher Blasorchesters ankündigte. Sängerinnen der ersten Stunde In der Zeit von Pfarrer Hans-Jürgen Vierzigmann übernahm Dagmar Rüger die musikalische Leitung und gründete 1991 erneut und erfolgreich einen Kirchenchor in der Gemeinde. Einige Frauen der ersten Stunde singen heute noch mit. Danach waren es oft junge Musikerinnen, die nach ihrer Ausbildung das Dirigat des Chores übernahmen und erstaunliche Leistungen mit dem Ensemble der kleinen Gemeinde hervorbrachten. Herausragend war für alle Beteiligten die Aufführung einer Passion des Perlacher Musikers Andreas Volpert. Seit etlichen Jahren hat nun Agnes Ottowitz, ehemals Studentin am Richard Strauss Konservatorium, den Dirigentenstab in der Hand. Mit der Organistin musizierte der nun älter gewordene Chor kleinere und größere Werke von Fasch, Gardemann, Graap, Briegel und vielen anderen. Vivaldi zum Jubiläum Zum Jubiläum hat man sich Vivaldi ausgesucht. Für die Hauptpartien wurden externe Sängerinnen und Musikerinnen engagiert. Ein Orgelwerk von Johann Sebastian Bach und ein Oboenkonzert von dessen Sohn Carl Philipp Emanuel runden die Abendmusik am 29. Oktober ab. Festschrift Pfarrer Röhrs dankt dem Bezirksausschuss 16, der Evangelischen Landeskirche, der Münchner Bank und mehreren Einzelspender ausdrücklich für ihre Hilfe bei der Durchführung des Jubiläumskonzerts mit all seinen vielfältigen Vorbereitungen. Da mussten die Kosten einer Werbeaktion im Frühsommer und das Probenwochenende finanziell gestemmt werden. Es wurde eine kleine Festschrift erstellt, die allen Gemeindegliedern zugegangen ist und die für die Konzertbesucher aufliegt. Auch eine Plakataktion gab’s nicht zum Nulltarif. Der Eintritt fürs Konzert ist frei; die Kirchengemeinde bittet jedoch um Spenden am Ausgang zur Kostendeckung. Für den Chor steht bereits die nächste Probenphase an. Die Gesangseinlagen am Heiligen Abend und am Epiphaniastag müssen vorbereitet werden. Dabei soll unter anderem die Kantate „Alles, was ihr tut“ von Dietrich Buxtehude erarbeitet werden. Chorleiterin Ottowitz würde sich über neue Mitwirkende in allen Stimmlagen - auch solche, die nur für eine gewisse Zeit ein bestimmtes Werk mitsingen wollen – sehr freuen. Carmen Ick-Dietl

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