25 Jahre Grundschule an der Rennertstraße

„Ihr seid unsere Zukunft“: Die Schüler der Rennertschule trugen selbst zum Programm des Jubiläums bei. Foto: Charly D

Die

Rennertschule hat in ihrer 25-jährigen Geschichte bereits so einiges miterlebt. Inzwischen sind viele „Kinderkrankheiten“ überwunden. Ein Rückblick: Dr. Günther Rennert war Intendant der Bayerischen Staatsoper München. Er gehörte zu den herausragendsten Opernregisseuren und wirkte in Opernhäusern auf der ganzen Welt. Nach ihm wurde 1982 die Straße benannt, in der die Grundschule liegt. 1981 wurde auf Hausnummer 10 das Schulgebäude als vorläufig letztes in einer Kette von vielen Perlacher Volksschulen fertig gestellt. Doch zunächst wurde das Gebäude mit seinen 21 Klassenzimmern, Fachlehrräumen, Gruppenzimmern, Aula und Turnhalle vom Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) belegt. Die Grundschüler wurden in den Räumen der gegenüber liegenden Europäischen Schule untergebracht. In den ersten beiden Jahren wurden sie vom Rektor der Grundschule am Pfanzeltplatz mitbetreut. Aus anfänglich drei Schulklassen mit 45 Kindern wurden acht Klassen mit 210 Kindern. Immer noch eingelagert in der Europaschule erhielt die „Grundschule an der Elise-Aulinger-Straße“ zum Schuljahr 1984/85 eine eigene Schulleitung. Am 9. September 1985 zog das HHG aus und die Grundschule in ihr Gebäude an der Rennertstraße. Unter den zehn Schulklassen war erstmalig auch eine zweisprachige Klasse mit türkischen Kindern. Ins damals räumlich großzügige Schulhaus wurden außerdem ein Hort und ein Kindergarten eingelagert. Neuperlach wuchs und damit auch die Schülerzahlen. Die erste Rektorin, Gisela Hüsten, erinnert sich: „Es fing ganz harmlos mit zehn Klassen an, später hatten wir keine Zimmer mehr.“ Und auch die Ramersdorfer CSU-Stadträtin Beatrix Burkhardt hat diese Entwicklung noch im Gedächtnis. „Damals in den ersten Jahren meiner Tätigkeit im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach war die Rennertschule ständig auf der Tagesordnung.“ Man habe über die Auslagerung von Klassen, über Pavillons und über eine untragbare Raumsituation für die Schüler diskutiert. Denn im Schuljahr 1988/89 hatte die Rennertschule 590 Schüler in 23 Klassen. 150 Kinder mussten an die benachbarte Grundschule an der Max-Kolmsperger-Straße ausgelagert werden. An der Schule wurde deshalb gestreikt. „Jeden Morgen vor der Schule, acht Monate lang“, weiß Hüsten noch. Bis das Schulreferat den sofortigen Auszug der eingelagerten Einrichtungen verfügte und drei Holzpavillons mit sechs Klassenzimmern auf den Schulhof stellte. „Wir machten Dauerläufe zu den Klassen.“ Im Schuljahr 1991/92 war die Schülerzahl auf 766 Kinder angewachsen, die in 31 Klassen von 47 Lehrkräften unterrichtet wurden. Man sprach von der größten Grundschule Bayerns. Im folgenden Schuljahr wurden acht Klassen in die Pavillons Ecke Rudolf-Zorn-Straße/Max-Reinhardt-Weg ausgelagert. Mit dem Betriebsbeginn der neuen Grundschule am Dietzfelbingerplatz im September 1993 wurde die Rennertschule geteilt. Die Klassenzahl reduzierte sich wieder auf 16. 1998 nahm die Mittagsbetreuung „Echoparkstrolche“, eine Elterninitiative, ihre Arbeit im Schulhaus auf. Aktuell werden an der Rennertschule 254 Kinder aus 23 verschiedenen Nationen in zwölf Klassen unterrichtet. Dort sind inzwischen auch das Beratungszentrum, ein Münchner Seminar, „Schule mal anders“ , Sport nach 1, eine Hausaufgabenbetreuung, unterschiedliche Vereine und die Musikschule untergebracht. Unverwechselbares Kennzeichen der Schule ist die Bronzeplastik des kleinen Elefanten auf einer rollenden Kugel, eine Arbeit des Münchner Bildhauers Rolf Nida-Rümelin. Die hat auch das Motto der Schule „Miteinander sind wir elefantenstark“ geprägt. Aber auch Günther Rennert inspirierte die Schule. Der Regisseur war bekannt für sein Prinzip der hohen Wertschätzung des Einzelnen. Während seiner Regiearbeit sprach er fast alle Teilnehmer mit Namen an. Vorschläge wurden von ihm überdacht und gerne verarbeitet. Pädagogische Programmatik und Kultur wurden von der Rennertschule gerne ins Schulprofil übernommen. Carmen Ick-Dietl

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