KulturBürgerHaus und Hachinger Bach

Interview mit dem Berg am Laimer BA-Vorsitzenden Robert Kulzer

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Die rasche Entwicklung Berg am Laims wird nach Ansicht des BA-Vorsitzenden Robert Kulzer im kommenden Jahr eines der beherrschenden Stadtviertelthemen sein.

Berg am Laim gilt als einer der am rasantesten wachsenden Stadtviertel Münchens. Was hat sich 2018 getan und was steht für 2019 an. HALLO hat dazu den Berg am Laimer Bezirksausschuss-Vorsitzenden Robert Kulzer befragt.

HALLO: Was war für Sie 2018 das wichtigste Ereignis in Berg am Laim? 

Kulzer: Das größte Ereignis 2018 in Berg am Laim war die Stadtteilwoche, bei der einmal mehr eine bunte Mischung aus überörtlichem Kulturprogramm mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern und örtlichen Beiträgen von Vereinen und Verbänden geboten wurde. Besonders die vielen Aktionen, Auftritte, Veranstaltungen und Führungen außerhalb des Festplatzes, an Orten und Einrichtungen im Stadtteil haben gezeigt, dass Berg am Laim eine aktive und vielfältige kulturelle und bürgerschaftliche Szene besitzt.

Was konnte 2018 leider nicht verwirklicht werden?

Ein wenig schade war, dass uns gleich bei mehreren Stadtteilfesten das Wetter und andere Umstände dazwischen kamen. So mussten das Piusplatzfest im Juli und der Weihnachtsmarkt am Grünen Markt jeweils wegen schlechten Wetters entfallen. Das Straßenfest musste wegen Helfermangels abgesagt werden, da wollen die Vereine im kommenden Jahr aber enger zusammenarbeiten. Ob wir am Wetter etwas ändern können, werden wir sehen...

Wo sehen Sie die Handlungsschwerpunkte des Bezirksausschusses Berg am Laim im Jahr 2019?

Die rasche Entwicklung und das Wachstum Berg am Laims bleiben die größten Herausforderungen. Die Infrastruktur muss weiter ausgebaut werden. Das betrifft den Verkehr, aber auch Schulen, Kitas, soziale Einrichtungen, Einzelhandel, Grünflächen und vieles mehr. Dazu werden wir weiter Gespräche führen und Vorschläge für Lösungen machen. Die privaten Bauträger sind überall im Stadtteil aktiv, die Stadt München muss da an der einen oder anderen Stelle noch etwas Tempo aufnehmen.

Wie schätzen Sie die Entwicklung im Werksviertel ein?

Im Werksviertel sind nach über 20 Jahren Planungszeit endlich die Bremsen gelöst. An allen Ecken und Enden wird gebaut, beinahe jede Woche gibt es etwas Neues zu sehen. Auch der Wohnungsbau und Schulbau werden im nächsten Jahr beginnen. Im Moment kann man sich das bei den vielen Baugruben alles noch schwer vorstellen, aber in zehn Jahren wird das ein wunderbarer, vielfältiger Ort in Berg am Laim mit Bedeutung für ganz München sein, ich freue mich sehr darauf.

Was ist das wichtigste Vorhaben für Berg am Laim im Jahr 2019?

Abgesehen vom KulturBürgerHaus (siehe unten) hoffen wir, dass wir endlich Grünes Licht für den Hachinger Bach bekommen. Ich weiß, das Thema kommt jedes Jahr wieder, aber wir sind kurz davor, mit allen beteiligten Grundeigentümern eine Einigung zu erzielen. Und dann kann endlich begonnen werden. Ich bin und bleibe bei dem Thema Optimist. Mit der Überplanung des Ackers an der Truderinger Straße sind wir auch beim Bach ein großes Stück weitergekommen.

Wie kommt das Projekt KulturBürgerHaus Berg am Laim voran?

Der Stadtratsbeschluss, das Projekt auch formell auf den Weg zu bringen, war eigentlich für das Jahresende 2018 geplant. Aufgrund einiger inzwischen in Klärung befindlicher Fragen verzögert sich das auf Anfang bis Mitte 2019. Wir gehen aber davon aus, dass der Beschluss sicher kommt und wir dann alle gemeinsam zügig die weiteren Schritte bis zur Umsetzung des Vorhabens gehen werden.

Geht es 2019 mit der Berg am Laimer Stadtteilkonferenz weiter?

Ja, wir wollen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die weitere Entwicklung Berg am Laims aktiv gestalten. Im kommenden Jahr wird es zwei Termine geben. Am 4. April werden wir voraussichtlich das Thema Vereine, Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement behandeln, am 17. Oktober wollen wir das oben schon angesprochene Wachstum Berg am Laims und die Folgen für den Stadtteil besprechen. Die Detail- planung startet gleich zu Jahresbeginn. Bedanken möchte ich mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden, Einrichtungen und Initiativen für ihr Engagement und die sehr gute Zusammenarbeit in diesem Jahr. Ihnen allen schöne Feiertage, einen guten Jahreswechsel und viel Energie für 2019!

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