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Wenn die Feuerwehr nicht durchkommt

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Michael Hoderlein-Rein ist einigermaßen besorgt in diesen Tagen und eilte mit dieser Besorgnis auch in den örtlichen Bezirksausschuss Berg am Laim. Der Grund für die Sorge des Schulleiters der Grundschule an der Berg-am-Laim-Straße liegt auf der Hand:

Durch die zu schmale und auch noch des öfteren durch Fahrzeuge blockierte Zufahrt zur örtlichen Lehreinrichtung kommt die Feuerwehr im Brand- und Rettungsfall kaum durch. 

„Ein enormes Sicherheitsrisiko für unsere Schule“, so der Rektor im Stadtteilgremium. Durch ein aktuelles Ereignis fühlt man sich seitens der Schule weiter bestätigt. Bei einem Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Michaeliburg in der Schule vor einigen Wochen hatten die Floriansjünger enorme Probleme, überhaupt auf das Schulgelände zu gelangen.  Nicht nur der BA zeigte indes Verständnis für die Sorge der Schulleitung. Auch die Münchner Berufsfeuerwehr versicherte auf Anfrage, die bestehende Gefährdung schnellstmöglich ausräumen zu wollen. Ein Vertreter der Floriansjünger habe bereits kurz nach der letzten Berg am Laimer  Bezirksausschuss-Sitzung  die Gefahrenstelle besichtigt – ein so genannter Feuerbeschauer soll nun zeitnah eine tragfähige Zufahrtslösung erarbeiten. 

„Da muss sich was ändern“

Das Problem für die Schule liegt vor allem in der Örtlichkeit. Denn die zentrale Zu- und Abwegung für Einsatzfahrzeuge befindet sich nicht etwa in der Berg-am-Laim-Straße selbst – sondern innerhalb einer von der Echardinger Straße abzweigenden Spielstraße und Sackgasse. Drangvoll eng ist es dort schon ohne Feuerwehr und Rettung. „Vor allem wird das Zufahrtsareal dort auch kräftig zugeparkt“, beschrieb Hoderlein-Rein die aktuelle Problematik. 

Während bisher jedoch nur die direkte Zufahrt als „Feuerwehrzufahrt“ gekennzeichnet ist, parken Fahrzeuge auf der anderen Trassenseite entlang einer Betonmauer bisher völlig rechtens. Hoderlein-Rein hatte diese Gefahr mit seinem Lehrerkollegium längst ausgemacht und sich auch an die örtliche Polizeiinspektion in Neuperlach gewandt. Dort wiederum verwies man auf den Bezirksausschuss. „Da muss sich was ändern“, lautete dort der prompte Tenor. Eine Gefährdung der Kinder müsse künftig ausgeschlossen werden. „Es ist ja nicht nur die Feuerwehr – auch Baufahrzeuge kommen schlicht nicht mehr rein und raus“, warb der Schulleiter um Nachbesserungen. 

Schnelle Umsetzung gefordert

Beim Stadtteilgremium rannte er damit offene Türen ein. Eine verbesserte Beschilderung und ein Parkverebot allein werde da nichts bringen, so der BA. „Das muss dann auch rigide umgesetzt und bei Zuwiderhandlung muss sofort abgeschleppt werden“, gemahnte BA-Chef Robert Kulzer (SPD). „Wir brauchen für die schnelle Ahndung vor Ort einfach Rechtssicherheit“, bestätigte auch der örtliche Polizei-Kontaktbereichsbeamte Roman Neugart. 

Vor allem aber sind die Feuerretter in dieser ausgesprochenen Gefahrensache selbst gefragt. Dazu soll auch ein seitlich gelegenes Zufahrtstor mit dem speziellen „F-Schloss“ der Münchner Feuerwehr ausgestattet und bei Bedarf im Brand- oder Einsatzfall von den Floriansjüngern geöffnet werden. Hoderlein-Rein warb im BA für eine schnelle Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen. „Der derzeitige Zustand ist doch furchtbar – im Brandfall kommt es doch auf jede Minute an“, appellierte er für Nachbesserungen. „So wie es jetzt ist, geht es gar nicht!“ In der Tat – schon für einen PKW wird die Durchfahrt vor Ort beschwerlich – ein Löschzug hätte keine Chance. Das soll sich jetzt ändern – Zeit wird’s allemal.  Harald Hettich

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