Neues Wahrzeichen: Viel Beifall für Projekt der Paulus-Immobilien-Gruppe

„Vier-Schanzen-Haus“ im Plett-Zentrum

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Ein neues Wahrzeichen für Neuperlach? Viel Lob gibt es von der Stadtgestaltiungskommission für das Projekt „Vier-Schanzen-Haus“ im Plettzentrum. Wirklichkeit werden könnte es bis zum Sommer 2014. Die Ansicht zeigt die Perspektive Nord-Ost des Projekts der Paulus-Immobiliengruppe.

Das Plett-Zentrum ist nur noch Geschichte. Die Reste der Bauruine wurden inzwischen komplett entfernt. Auf dem Areal soll nun ein Gebäude entstehen, das sich durchaus zu einem neuen Wahrzeichen von Neuperlach entwickeln könnte: Ein „Vier-Schanzen-Haus“. 

Von der Stadtgestaltungskommission gab’s schon vorab viel Beifall für das Projekt.

Als Christian Paulus, Geschäftsführer und Gesellschafter der Paulus-Immobilien Gruppe, vor über einem Jahr im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach seine Neubaupläne für das alte Plett-Zentrum vorstellte, da ging es zunächst nur um Baumassen. Nun jedoch gibt es Architektur zu bestaunen. Denn die Neubauten erinnern sehr stark an Skisprung-Schanzen. Samt Plattform und 30-Grad-Schräge. Tatsächlich spricht auch Paulus selbst vom „Vier-Schanzen-Haus“. In Anlehnung an die Vier-Schanzen-Tournee sei eines der Gedankenspiele, ob man die Bauten nicht sogar nach den Tournee-Orten Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen benennen soll, verrät Paulus.

Gemeinsamer Innenhof

Passen würde es. Denn es sind genau vier Schanzenhäuser, die sich im Karree um einen gemeinsamen Innenhof ordnen. Durch die Schrägen bekomme der Innenbereich mehr Licht, erklärt Paulus die Architekturidee. Denn in der Höhe bleibt es bei den bereits vorgestellten acht Geschossen. Zudem könnten in den Obergeschossen der begrünten Schrägen „sehr nette Dachterrassen entstehen“, so Paulus. 

Auffällig wird das Gebäude auch durch seine Fenster, die versetzt über die Fronten verteilt sind. „Wir haben hier mit dem Fenster-Raster gespielt, sind nicht dem üblichen Einheitsmuster gefolgt.“ Wichtig sei dabei aber immer eine vernünftige Belichtung der Räume gewesen.

Belegung

Unverändert bleibt die geplante Belegung des Neubaus. Im Erdgeschoss soll eine Kindertagesstätte einziehen. Außerdem Läden, die die Nahversorgung in dem Gebiet ergänzen. „Es soll keine Konkurrenz zum benachbarten Einkaufszentrum Life oder den Läden an der Albert-Schweitzer-Straße 62 bis 66 werden“, betont Christian Paulus.

Die anderen Etagen sind für insgesamt etwa 150 Wohnungen unterschiedlichster Größe für mittlere Einkommen vorgesehen. Berücksichtigt wird auch die für Neuperlach so wichtige öffentliche Verbindung über die Fußgängerbrücke Ständlerstraße. Der Weg soll künftig direkt durch das Gebäude führen. Am Fußweg zur Brücke werden dann auch die Läden und ein Café liegen. Somit soll hier ein neuer Quartiersplatz entstehen. 

Eyecatcher

In dieser Form würde der neue Gebäudekomplex mit dem weißen Putz an der Stadteinwärts-Seite der Ständlerstraße sicher zu einem Eyecatcher für Neuperlach. Zum einen würde er aus der etwas langweiligen Zeilen-Architektur herausstechen. Zum anderen wäre es ein interessanter Kontrast für die Versicherungsbauten an der gegenüberliegenden Seite der Ständlerstraße.

Lob

Die Architekten hätten sich viele gute Gedanken gemacht, lobte die Stadtgestaltungskommission bei der Vorstellung des Projekts. Es sei ein für das ganze Quartier signifikantes Haus an einer „nicht unbedingt anheimeligen, aber städtebaulich markanten Stelle“, so Architektur-Professor Ludwig Wappner. Man könne dem Investor nur gratulieren und hoffen, dass das „hervorragende Projekt“ möglichst schnell gebaut werde und auch andere auf solche Züge aufsprängen. Ein anderer Architekturprofessor in der Kommission erklärte sogar, dass er sich solch ein Projekt schon lange in München gewünscht habe. 

Mit soviel positiver Resonanz will man nun im Herbst den Bauantrag für das „Vier-Schanzen-Haus“ stellen. Bei entsprechend schneller Genehmigung könnte im Frühjahr mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden. Mit der Fertigstellung rechnet Paulus im Sommer 2014. Carmen Ick-Dietl

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