BA fordert Aufzug im Westen

U-Bahnhof Michaelibad

Eine klare Versorgungslücke für Pendler des öffentlichen Personennahverkehrs hat der Bezirksausschuss Berg am  Laim auf dem Terrain des U-Bahnhofs Michaelibad ausgemacht. Das Stadtteilgremium forderte die Stadt München einstimmig auf, 

am westlichen Ende des Bahnhofsgeländes einen Aufzug nachzurüsten. 

Als Standort schlug der BA eine Situierung des Lifts im Mittelteiler der Bad-Schachener- beziehungsweise Heinrich-Wieland-Straße vor. „Der U-Bahnhof Michaelibad gehört zu den letzten noch nicht mittels eines Aufzugs erschlossenen Bahnhöfen im Münchner U-Bahnnetz“, so die Begründung des Stadtteilgremiums. Gerade mit Blick auf ältere und behinderte Menschen sei eine solche Nachrüstung unverzichtbar. Die am Ostende des Bahnhofs bestehende Rampe entspreche „hier längst nicht mehr dem zeitgemäßen Verständnis von barrierefreier Erschließung“. 

Unbenutzbarkeit und Umwege

So sei die Rampe zum einen gerade im Winter und bei nassem Wetter nur eingeschränkt nutzbar. Zudem ergäben sich weite Umwegebeziehungen. „Umwege etwa von und zur Maikäfersiedlung von rund 300 Metern“ seien nicht mehr nachvollziehbar. Der BA verwies auf den Umstand, im Umgriff des U-Bahnhofs sei durch umfangreiche Neubaumaßnahmen der Bedarf eines zeitgemäßen Zugangs zur U-Bahn noch erheblich gestiegen. Zudem wolle die städtische Wohnbaugesellschaft GWG im Rahmen der Neubebauung Ecke von Bad-Schachener-/ St.-Michael-Straße ein Gebäude speziell für Bewohner einrichten, die auf den Rollstuhl angewiesen seien. Aus diesem Grund sei eine barrierefreie Erschließung unbedingt geboten und „bereits zum jetzigen Zeitpunkt umzusetzen“.  Wörtlich als „Schildbürgerstreich“ müsse ein solches Vorhaben ohne geeignete Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz gewertet werden, hieß es im Berg am Laimer Bezirksausschuss. Eine Argumentation, der sich die zuständigen Stellen der Stadt wohl kaum entziehen können. Harald Hettich

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