BA-Politiker nach schwerer Krankheit verstorben

Trauer um Günther Dichtl

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Günther Dichtl ist nach schwerer Krankheit in der Nacht auf Freitag verstorben.

Die SPD-Fraktion und der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach trauern um Günther Dichtl. Der SPD-Sprecher und Vorsitzende des BA-Unterausschusses Stadtteilentwicklung ist in der Nacht auf Freitag nach schwerer Erkrankung verstorben.

Günther Dichtl war 2006 als Nachrücker in den Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach gekommen. Seit 2008 war er Vorsitzender der SPD-Fraktion und Leiter des BA-Unterausschusses Stadtteilentwicklung. In der SPD-Fraktion war Dichtl sowohl Wegweiser als auch ruhender Pol. Sein Fachwissen und die immer geradlinige Art machten ihn im gesamten Bezirksausschuss zu einem hoch geschätzten und beliebten Mitglied. Dichtl begründete den Standpunkt der SPD in Ramersdorf-Perlach stets auf nachvollziehbare Art und in ruhigem Ton. Lautstarke Auseinandersetzungen und Ideologien waren nicht sein Ding. Der 61-Jährige hatte eine eigene Meinung, tanzte aber nie nach einer eigenen Melodie. Politik war für ihn Teamarbeit, in die er auch die politischen Gegner einbezog.

Stadtbezirk und Menschen

Wichtig waren ihm vor allem der Stadtbezirk und seine Menschen. Seine Verbundenheit zum Stadtteil begann schon 1969 mit ersten Erfahrungen als Kommunikationstechniker beim Aufbau des Krankenhauses Neuperlach. Damals konnte er sich allerdings noch nicht vorstellen, dass sich Neuperlach zum größten Stadtteil von München entwickelt und trotzdem viel Grün das Stadtviertel mitprägt. 

Poitische Arbeit

Seit seinem Zuzug 1999 aus dem Münchner Norden setzte er sich auch politisch für Ramersdorf-Perlach ein. Als SPD-Mitglied, Gewerkschaftler und Personalrat war es für ihn selbstverständlich, sich für alles zu engagieren, was das Zusammenleben der Stadtgesellschaft fördert. So wünschte sich Dichtl ein Bürgerhaus auf dem Hanns-Seidel-Platz, das zu einem Treffpunkt für Menschen unterschiedlichster Herkunft, Jung und Alt sowie für alle Vereine im Stadtviertel wird.

Herzensanliegen

Herzensanliegen waren ihm zudem die sozialen Einrichtungen, bezahlbare Wohnungen und die kommunale Daseinsvorsorge. Speziell beim letzten Thema gingen seine Aktivitäten weit über die Stadtteilgrenzen hinaus.

Vor seiner Pensionierung arbeitete Günther Dichtl im Baureferat der Stadt. Dort war er auch im Referatspersonalrat engagiert. Zu den Hobbys des Ramersdorfers gehörte das Fotografieren mit verschiedenen Spiegelreflexkameras. Auch bei Ausflügen und Hüttenbesuchen machte er gerne Aufnahmen von Freunden und Landschaften. Carmen Ick-Dietl

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