Birgit Kober beim Neujahrsempfang des SVN

Paralympics-Gewinnerin als Ehrengast

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Einmal eine olympische Goldmedaille in den eigenen Händen halten: Ehrengast Birgit Kober (Mitte) machte dies beim Neujahrsempfang des SVN München möglich.

Einmal eine olympische Goldmedaille in Händen halten – beim Neujahrsempfang der SVN München machte dies Birgit Kober, zweimalige Goldmedaillen-Gewinnerin der Paralympics 2012 in London, möglich. SVN-Chef Norbert Kreitl freute sich sichtlich über diesen Ehrengast, 

lobte aber auch die Erfolge seiner Sportler. Oberste Priorität für den Verein habe dieses Jahr der Bau der Dreifach-Sporthalle mit Kletterhalle und Fußball-Umkleiden.

So eine Goldmedaille ist tatsächlich richtig schwer. Birgit Kober, die in Neuperlach unweit der Bezirkssportanlage Bert-Brecht-Allee wohnt, hatte zum SVN-Neujahrsempfang eine ihrer wertvollen Trophäen mitgebracht und ließ alle mal anfassen. Zuvor hatten die Mitglieder des SVN nicht schlecht gestaunt, als SVN-Chef Norbert Kreitl das Edelmetall präsentierte. Kober erhielt von den Anwesenden großen Applaus und anerkennendes Raunen für ihre Leistungen. „Ich habe ihr gleich nach ihrem Medaillengewinn schriftlich gratuliert und Trainingsmöglichkeiten auf unserer Anlage angeboten“, verriet Kreitl. Der Sportverein Neuperlach gefiel Kober offenbar so gut, dass sie sich überreden ließ, noch auf dem SVN-Empfang einen Aufnahmebeitrag zu unterschreiben. „Starten werde ich allerdings weiterhin für Leverkusen“, schränkte die Rollstuhlfahrerin ein. 

SVN-Erfolge

Bei so viel Spitzensport ließ Kreitl die Leistungen seiner Mitglieder jedoch nicht untergehen. Er lobte und zeichnete zahlreiche Sportler und Abteilungsleiter für ihre Erfolge aus. Die Grundlage für die positive Entwicklung des Vereins sei ein attraktives, breit gefächertes Sport-, Gesundheits- und Freizeitangebot für Jung und Alt. Und Kreitl will alles tun, um diese Grundlage weiter auszubauen. 

Groß-Projekt

So sei das große Projekt, die Generalsanierung der Bezirkssportanlage Bert-Brecht-Allee samt der Neubaumaßnahme Dreifach-Sporthalle mit Kletterhalle und Fußball-Umkleiden durch die Stadt und den Stadtrat auf den Weg gebracht worden. Zurzeit werde der Bauantrag vorbereitet. Jetzt gelte es zudem möglichst bald die Finanzierung zu sichern. „Wir wollen 2013, Mitte des Jahres, mit dem Bau beginnen“, so Kreitl. Dies habe für den Verein in diesem Jahr oberste Priorität. Die Stadt werde die Generalsanierung der Anlage im Frühjahr 2014 beginnen. 

Kritische Punkte

Kreitl sprach aber auch kritische Punkte an. Es sei ärgerlich, dass die Finanzierung der Kindersportschule mit ihren 23 Kursen sowie der mittlerweile 26 Sportarbeitsgemeinschaften mit Schulen im Stadtbezirk nicht vom Freistaat gewährleistet werde. „Der SVN muss deshalb aus eigenen Mitteln 13.000 Euro zuschießen.“ Die Sportvereine seien aber auf Dauer nicht in der Lage, solche Pflichtaufgaben für den Staat ohne finanziellen Ausgleich zu übernehmen.

Wichtiges Egagement

Karl Rauh vom Bayerischen Landessportverband (BLSV) erklärte, warum das Engagement der Vereine in der Schule so wichtig sei. Durch die Ganztagesschulen würden immer mehr spezielle Sportarten wie Kanufahren, aber auch Speerwerfen verloren gehen. In der Schule seien solche Sportarten nicht auszuüben. „Wer aber tagsüber kostenfrei Sport treibt und erst spät nach Hause kommt, der geht abends nicht mehr in den Verein.“ Der Leistungssport und viele Sportverbände könnten die großen Verlierer dieser Entwicklung werden, warnte Rauh. Er bezeichnete den SVN als „den Vorzeigeverein für den BLSV schlechthin“. Immer wieder bringe er andere Vereine nach Neuperlach, um ihnen zu zeigen, „wie’s geht, wie man einen erfolgreichen Verein entwickelt“. 

Gegen Olympia-Begehren

SVN-Chef Norbert Kreitl rief seine Mitglieder außerdem auf, nicht für ein Bürgerbegehren zugunsten von Olympischen Spielen in München zu stimmen. Zunächst müsse die Entscheidung des Nationalen Olympischen Komitees für oder gegen eine Kandidatur Münchens abgewartet werden. „Ansonsten werden hier 1,4 Millionen Euro in den Sand gesetzt.“ Auf keinen Fall dürften Olympische Spiele in München zu Lasten des Breitensports gehen. Dieser Punkt müsse zur Abstimmung unbedingt aufgenommen werden, appellierte Kreitl an die anwesenden Stadträte von SPD und CSU. Carmen Ick-Dietl

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