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Im Grundsatz mit der Stadt einig

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Das Ergebnis aus Sicht des Bezirksausschusses mit Blick auf die Gestaltung der Berg am Laimer Ortsmitte im Bereich des Grünen Marktes und entlang des zentralen Abschnittes der Baumkirchner Straße wurde bei der jüngsten Sitzung des Stadtteilgremiums eindeutig:

„Der Bezirksausschuss begrüßt den Umbau und stimmt den Planungen im Grundsatz zu“, heißt es in einer Beschlussvorlage des Planungsunterausschusses, welcher das BA-Vollgremium einstimmig zustimmte. 

Allerdings fordert das Stadtteilgremium vor allem mit Blick auf die örtlichen Gewerbetreibenden, Geschäftsinhaber und Ärzte vor allem in punkto Verkehr und Parkmöglichkeiten auch diverse Nachbesserungen. Der BA bezieht sich in seinen Forderungen damit auch auf die Ergebnisse einer jüngst stattgefundenen Informationsveranstaltung der Stadt. Dort hatten vor allem örtliche Geschäftsinhaber ihrer Sorge stimmstark Ausdruck verliehen, im Zuge der im kommenden Jahr stattfindenden Arbeiten könnten sich die Strukturen vor allem durch den Verlust von Parkraum nachteilig verändern (wir berichteten detailliert). Der BA will nun die Stadt veranlassen, im Zuge der Umgestaltung der Zentrumsmeile vorab noch an wichtigen Planungsstellschrauben zu drehen. 

Wichtige Forderungen

So fordert der BA, die Stadt möge mit Eigentümergemeinschaften im Südosten des Planungsgebietes erneut verhandeln, um eine Einbeziehung der Flächenareale vor den Anwesen Baumkirchner Straße 18 und 20 in die geplante Fahrradwegeverbindung zu erreichen. Für den BA ein Muss, würde die Nord-Süd-Fahrradroute andernfalls am Grünen Markt in Richtung Süden unterbrochen. Zudem sollen auch die Parksorgen der Geschäftsleute vonseiten der Stadt ausreichend gewürdigt werden. Der BA stellte sich deshalb hinter die Bürgerforderung, die nach aktuellen Planungen im Zuge der Umgestaltung verbleibenden 30 Parkplätze während der Geschäftszeiten komplett als  Kurzparkzone auszuweisen. Bedarfsorientiert, so der BA, soll eine Parkzeit zwischen ein und zwei Stunden geprüft werden. Auch sollten ausreichend Behindertenparkmöglichkeiten in der Konzeption berücksichtigt werden. Gleichzeitig, so der Wunsch des BA in Richtung der Stadtplaner, sollten weitere zusätzliche Parkgelegenheiten im Straßenverlauf und entlang benachbarter Routen ausgelotet werden. Mindestens weitere 15 Parkplätze sollen nach dem Willen des Gremiums so hinzugewonnen werden. Weiterhin: Insbesondere Bereiche im Übergang von der Baumkirchner Straße nach Osten in die Hansjakob-straße wurden hier genannt. Für die sichere Querung im Bereich des stark frequentierten Grünen Marktes soll  ein Übergang – etwa durch eine Mittelinsel – geschaffen werden. 

Weitere Wünsche

Auch Gestalterisches trieb den BA um. So soll im Zentralbereich des Grünen Marktes nicht nur eine Stele künftig samt Schautafel auf die Historie des Platzes und die Verbindung etwa nach Zamdorf hinweisen – auch den Bürger-Wunsch nach einem Trinkbrunnen unterstützt der BA. Zudem soll an geeigneter Zentrumsörtlichkeit ein Christbaum für die dauerhafte weihnachtliche Nutzung gepflanzt werden. 

Umstrittener Punkt

Einzig umstrittener Punkt im vielgliederigen Fordungspaket des Stadtteilgremiums war die nächtliche Beleuchtung  der Hauptwegebeziehung des an das Planungsgebiet unmittelbar angrenzenden Behrparks. Grünen-Mandatarin Brigitte Schulz und vier Mitstreiter konnten sich mit ihrer ablehnenden Haltung nicht durchsetzen, durch eine Ausleuchtung werde vor allem Flora und Fauna beeinträchtigt.  Für die klare Mehrheit der Mandatare stand die Komponente Sicherheit im Mittelpunkt der Forderung für eine verbesserte Illumination. Nun ist die Stadt am Zug, den Forderungskatalog abzuarbeiten. Schließlich sollen die Arbeiten im Berg am Laimer Zentrumsbereich  pünktlich am 2. Mai des kommenden Jahres nach Ende der Maifeierlichkeiten beginnen. Am Reißbrett freilich  gibt es offenbar noch reichlich zu tun. Wenigstens ein Punkt ist fix: der für die Arbeiten umzusiedelnde Wochenmarkt wird im Bereich des U-Bahnhofs Josephsburg eine Interimsheimat finden. Harald Hettich

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