Erweiterung an der Görzer Straße gewünscht

Johanniter-Kinderhaus möchte aufstocken

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Um ein Stockwerk würden die Johanniter gerne ihr bestehendes Kinderhaus an der Görzer Straße in Ramersdorf aufstocken.

Das Johanniter-Kinderhaus an der Görzer Straße möchte aufstocken. Im September soll mit der Stadt weiter über die Pläne gesprochen werden. Zudem bekunden die Johanniter Interesse an der Trägerschaft einer Kindertagesstätte im geplanten Neubaugebiet Hochäckerstraße

Die Nachfrage nach Plätzen im Johanniter-Kinderhaus ist enorm, die Wartelisten sind daher lang. Das Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 15 Jahren wendet sich vor allem an Nachwuchs aus sozial benachteiligten Familien. Ziel der pädagogischen Arbeit ist es, die Kinder so zu unterstützen, dass sie den Anschluss an die ihrer Begabung entsprechenden Schulform finden. Damit soll der oft bestehende Kreislauf aus Armut, sozialer Benachteiligung, niedriger Bildung, begrenzter Integration und fehlenden Bildungschancen unterbrochen werden. Das Johanniter Kinderhaus fängt damit auch Kinder auf, die durch das bestehende soziale Netz der Regel- und Fördereinrichtungen fallen würden.

Derzeit 30 Plätze

Derzeit gibt es in dem 2009 eröffneten Kinderhaus insgesamt 30 Plätze. Die Johanniter würden gerne mehr Kinder aufnehmen, bräuchten dafür jedoch eine Erweiterung. 

Aufstockung

Nachdem ein Anbau in den umliegenden Grünzug nicht möglich ist, bleibt nur eine Lösung: Aufstockung des bereits existierenden Gebäudes um ein Stockwerk. Dann könnte man bis zu 40 weitere Kinder aufnehmen. „Die Architekturplanung liegt vor, ebenso die Kostenschätzung“, erklärt Martin Swoboda, Vorstand der Münchner Johanniter. 

Klärung

Doch obwohl inzwischen bereits seit gut einem Jahr über die Erweiterung gesprochen wird, gibt es noch keine Projektierung. Geklärt werden muss nun, wer wo zuständig ist und was wie finanziert werden kann. Schließlich gehören Grundstück und Haus offiziell der Stadt. Für die Planungen wäre das Planungsreferat zuständig, für den Träger das Referat für Bildung und Sport, aber wohl auch das Sozialreferat. Im September soll es nun weitere Gespräche geben. Bis Ende des Jahres werde dann hoffentlich geklärt sein, ob die Erweiterung kommen kann. „Es tut uns in der Seele weh, dass wir nicht schon zu diesem Schuljahr weitere Kinder aufnehmen können“, meint Swoboda. 

Unbedingt ins Gespräch kommen, möchten die Johanniter auch bei der Umsetzung des Neubaugebietes Hochäckerstraße. Johanniter-Vorstand Swoboda könnte sich hier durchaus die Übernahme der Trägerschaft von einer der vier geplanten Kindertagesstätten vorstellen. Das brächte Synergieeffekte mit dem bestehenden Kinderhaus an der Görzer Straße – sowohl bei der Personal – wie bei der Raumplanung. Bislang hat er jedoch noch keinen Kontakt mit dem Investor Bayerische Hausbau oder der Stadt in dieser Angelegenheit.   Carmen Ick-Dietl

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