Wasserwirtschaftsamt: Ökologische Untersuchung

Gutes Ergebnis für den Riemer Badesee

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Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts bei der Wasserpflanzenbeprobung am Riemer See.

Der Riemer Badesee hat sich zu einer nährstoffarmen Badeoase mit nahezu klarem Wasser entwickelt. Dies zeigen die guten Ergebnisse wasserökologischer Untersuchungen. 

Der See wurde als prägender Bestandteil des Landschaftsparks im Rahmen der Bundesgartenschau (BUGA) 2005 aufgestaut: Das Gewässer wurde im Auftrag der Landeshauptstadt München angelegt. Das Baureferat der Landeshauptstadt München ist als Eigentümer für die Pflege und den Unterhalt des Sees zuständig. Das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München überprüft regelmäßig die Badegewässerqualität. Das Wasserwirtschaftsamt untersucht die Gewässerökologie.

Ökologische Ansprüche

Bei der Planung des Sees, anfangs auch als BUGA-See bekannt, standen nicht nur Aspekte der Naherholung im Vordergrund. Der künstlich angelegte See, sollte auch hohen gewässerökologischen Ansprüchen gerecht werden.

Wenn Gewässerbiologen Seen nach ökologischen Kriterien beurteilen, versuchen sie in erster Linie, den Kreislauf der Pflanzennährstoffe im Uferbereich und im Freiwasser zu ergründen. Dieser Kreislauf treibt ähnlich einem Motor viele biologische Produktionsprozesse sowie Nahrungsketten an und ermöglicht es, Seen verschiedenen Typklassen zuzuordnen.

Leitbild

„Für den Riemer See hatte man sich von Anfang an das Leitbild eines möglichst nährstoffarmen Kleinsees in der Münchener Schotterebene gegeben“, erinnert sich Sylva Orlamünde, Leiterin des Wasserwirtschaftsamtes München. Für diesen Seentyp gelten im wesentlichen zwei Kriterien: Es dürfen keine pflanzenverfügbaren Nährstoffe wie Phosphate oder Nitrate von außen in den See eingetragen werden und der See muss eine gewisse Mindesttiefe aufweisen. „Wir haben seinerzeit die Empfehlung ausgesprochen, den Riemer See an der tiefsten Stelle mindestens 12 Meter auszukoffern. Heute weist er an manchen Stellen tatsächlich eine Wassertiefe von bis zu 18 Metern auf. Ebenso waren wir damals der Meinung, dass der See über eine Versorgung mit dem Grundwasser aus der südlichen Münchener Schotterebene günstige Entwicklungsprognosen für ein nährstoffarmes Gewässer haben sollte“, meint Orlamünde.

Neueste Untersuchungen

Wie die neuesten Untersuchungen des Wasserwirtschaftsamtes München zeigen, haben sich die Annahmen als richtig erwiesen. „Überall am Seegrund haben sich inzwischen Armleuchteralgen (Characaeen) bis zu einer Wassertiefe von 12 Metern angesiedelt. Diese Algen fallen den wenigsten Badegästen auf, sie zählen jedoch zu den nährstoffsensibelsten Unterwasserpflanzen unserer heimischen Gewässer. Überall wo wir diese Algen antreffen, wissen wir zuverlässig, dass so gut wie keine Nährstoffe im Gewässer gelöst sind. Dies haben auch unsere wasserchemischen Analysen bestätigt“, stellt Orlamünde fest.

Badegewässer

Der Riemer Badesee wird im Übrigen seit 2012 offiziell als achtes Münchner EU-Badegewässer geführt. Das Baden im Riemer See war zwar schon in der Vergangenheit möglich, jedoch musste das relativ junge Gewässer erst als EU-Badegewässer gemeldet werden, wofür Erfahrungswerte nötig waren. Diese waren durchweg positiv, sodass der Riemer See nun auch offiziell in der Liste der EU-Badegewässer geführt wird. Für Badende ändert sich damit nichts – das Referat für Gesundheit und Umwelt hatte schon in den vergangenen Jahren den Badesee regelmäßig und freiwillig untersucht. 

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