Pläne für die Rosenheimer Straße 145 k

Günstig Wohnen im ehemaligen Kino

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Standkonzert der Musikkapelle der Trambahner vor dem Adria-Kino anlässlich der Eröffnung der Straßenbahnlinie 29 am 21. Juli 1956 durch Oberbürgermeister Thomas Wimmer.

Das Gebäude an der Rosenheimer Straße 145 k wird abgerissen. An gleicher Stelle sollen günstige Wohnungen unter anderem für Studenten und Pflegekräfte entstehen. Früher ging man hier ins Kino.

Vergangenes Jahr waren bei der Stadt mehrere Varianten für einen Neubau auf dem Grundstück an der Ecke Anzinger-/Rosenheimer Straße eingereicht worden. Da das neue Gebäude an dieser Stelle durchaus ins Auge fällt, wurde das Bauvorhaben auch in der so genannten Stadtgestaltungskommission von Fachleuten diskutiert. Dort wurden einige der dargestellten Neubaupläne wegen der schrägen Baukörperstellung abgelehnt.

Nun macht offenbar eine der Varianten das Rennen, die damals nicht als störend empfunden wurden, das Rennen. Im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach hieß es auf der jüngsten Sitzung noch, es werde ein neuer Markt mit darüber liegenden Büros, Praxen und Wohnungen gebaut. Vom Planungsreferat ist aber fast zeitgleich zu hören, dass dies nicht mehr aktuell sei. Nun sollen es günstige Wohnungen, unter anderem für Studenten und Pflegekräfte, werden. Der Bauantrag sei bereits eingereicht, das Verfahren laufe, so die Auskunft aus dem Referat. 

Die Tage des alten Bauwerks sind also gezählt. Was jedoch die Wenigsten noch wissen: Das Gebäude war früher mal ein Kino. Otto Grünwald eröffnet an der Ecke am 12. Oktober 1951 das „Adria“. 516 Plätze hatte das Lichtspieltheater damals. Am 31. Juli 1960 dann die Schließung. Aus dem Kino wurde ein Supermarkt. Ende 2001 zog dann der heutige Matratzenverkauf ein. 

Carmen Ick-Dietl

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