Landeshauptstadt verlängert Baugenehmigung

Griechische Schule und kein Ende

Die scheinbare Endlosgeschichte um den möglichen oder doch eher unmöglichen Bau einer zentralen Griechischen Schule an der Hachinger-Bach-Straße im Berg am Laimer Süden ist um ein weiteres, wenn auch zeitlich klar umrissenes und vielleicht letztes Kapitel reicher.

Denn fast auf den letzten Drücker hat Griechenland seine in diesem Sommer eigentlich auslaufende Baugenehmigung verlängern lassen. Das teilte der Berg am Laimer BA-Vorsitzende Robert Kulzer (SPD) mit. Am 22. August war die Baugenehmigung erloschen – mit der Billigung der Verlängerung vonseiten der Stadt erhält Griechenland für den Bau seiner Lehreinrichtung nun eine wohl letzte Gnadenfrist. Allerdings liegt die Verfahrenshoheit bei der Stadt und damit beim Kommunalreferat. 

„Eine gültige Baugenehmigung alleine genügt nicht“

Doch der weitere Aufschub ist an engmaschige Konditionen geknüpft. Nach Informationen des Kommunalreferates müssen die Griechen exakt nachweisen, wie sie die Finanzierung des Bauvorhabens stemmen wollen. Angesichts eines Mehrmillionenprojektes und mit Blick auf die aktuelle Kassen- und Finanzlage des Hellenenstaates wohl kein ganz leichtes Unterfangen für das Griechische Generalkonsulat in München und für den, eigens zum Bau der Schule gegründeten Trägerverein. „Eine gültige Baugenehmigung alleine genügt nicht“, stellt Kommunalreferatssprecherin Silke Pesik deshalb fest.

BA gelassen

Im Bezirksausschuss ist man trotz der diffizilen und oft schwer durchschaubaren Gemengelage ohnehin gelassen. „Zehn Jahre ist nichts passiert im Langzeitprojekt – es steht jetzt auch nicht zu erwarten, dass die Schule jetzt plötzlich gebaut wird“, lautete der Tenor im BA. Zumal der Aufforderung des klaren Finanzierungsnachweises vonseiten der Stadt ein umfangreicher Katalog an Bedingungen und Anforderungen beigeheftet wurde. Ohnedies ist man bei der Stadt längst von den (griechischen) Bauplänen abgerückt. „Wir verfolgen mit Intensität den möglichen Rückkauf des Grundstückes und eine andere, für den Stadtteil sinnvolle Verwendung des Terrains“.

Grundschule

Wie diese aussehen könnte, weiß man in Berg am Laim selbst schon längst: „Wir brauchen eine Grundschule für Berg am Laim – schon vor dem Hintergrund der regen Bautätigkeiten und des Zustroms junger Familien“, wird der BA nicht müde zu betonen. Eine Schule wird es irgendwann schon mal geben am Hachinger Bach. Da sind sich alle sicher. Hinter der Aussrichtung und den zeitlichen Abläufen ist aber doch noch ein großes Ausrufezeichen erkennbar in diesen Tagen. Das Endlosthema geht in die nächste Schleife. Harald Hettich

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