Generaloberin Schwester Theodolinde erhält Staatsmedaille

„Für besondere soziale Verdienste“

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Generaloberin Schwester Theodolinde erhält Staatsmedaille.

Eine große, aber auch hoch verdiente Ehre wird Schwester M. Theodolinde Mehltreter in dieser Woche zuteil: die Generaloberin der Kongregation der Barmherzigen Schwerstern vom heiligen Vinzenz von Paul 

erhielt am Dienstag im Max-Joseph-Saal der Residenz aus den Händen von Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste. 


Die silberne Ehrenmedaille wird jährlich an Persönlichkeiten des Freistaates verliehen, die sich in verschiedensten sozialen Bereichen besonndere Verdienste um den Freistaat Bayern erworben haben.  Die Generaloberin der in Berg am Laim beheimateten Kongregation erhält die Auszeichnung für ihr jahrzehntelanges, segensreiches Wirken. Sie tritt damit in den Kreis von bisher fast 900 geehrten Persönlichkeiten – seit damalige Staatsminister Dr. Fritz Pirkl die Auszeichnung im Jahre 1970 gestiftet hatte. Eine besondere Ehre für eine besondere Dame der Kirche. 

Schwester Theodolinde

Die 68-jährige Schwester Theodolinde Mehltreter stammt ursprünglich aus  Weiiden in der Oberpfalz. Bereits im Jahre 1963 war sie in die „Kongregation der Barmherzigen Schwestern des heiligen Vinzenz von Paul eingetreten. Nach ihren feierlichen Einführungen in Postulat und Noviziat wirkte sie insgesamt 21 Jahre lang im Waldsanatorium in Planegg. Dort machte sich die jetzt Geehrte in den verschiedendsten Aufgabenbereichen verdient. Vor allem  in de Verwaltung des damaligen Lungensanatoriums hinterließ Mehltreter tiefe Spuren engagierten Wirkens. Doch damit nicht genug: während ihrer Zeit in Planegg bildete sich die heutige Generaloberin umfangreich fort und avancierte neben ihrer Ausbildung zur Finanzbuchhalterin auch zur praktischen Betriebswirtin. Von 1987 bis 1989 arbeitete sie dann in der Buchhaltung des Mutterhauses und wachte mit Akribie und viel Detailkunde über die Zahlenwerke des Ordens. Ab Juli 1989 übernahm Schwester Theodolinde ein neues, spannendes Aufgabengebiet. Die Kongregation übertrug ihr die Leitung der renommierten, ordenseigenen Brunnenbetriebe, der damaligen Adelholzener Primusquelle. Die „Finanz“-Schwester leitete das  Unternehmen umsichtig. 1994 war sie auch federführend an der Reorganisation und Umgründung des Unternehmens beteiligt – das fortan als „Adelholzener Alpenquellen GmbH“ reüssierte. Als Geschäftsführerin sollte sie in dem Unternehmen noch bis 2004 klare Zeichen setzen. In diesem Jahr 2004 schließlich wurde Mehltreters Wirken in besonderem Maße vonseiten der Kirche ausgezeichnet. Sie avancierte zur Generaloberin des Ordens und lebt seither auch im Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern in Berg am Laim. Ein entscheidender Markstein ihrer Arbeit dort war eine weitere „Umstrukturierung“. 2007 wurde der Bau des neuen Mutterhauses dort abgeschlossen. Auch in ihrem aktuellen Amt wirkte und wirkt sie mit Umsicht und Menschlichkeit. Als Bindeglied des Ordens im Dialog mit wichtigen Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und sozialem Leben erweist sich Schwester Theodolinde als eloquente, sachkundige aber nicht minder herzlich agierende Sachwalterin ihrer vielen Aufgaben und Obliegenheiten. Die hohe Ehre durch den Freistaat ist für diese verdiente Dame des öffentlichen Lebens deshalb nur die logische Konsequenz ihres Strebens. Sie hat sich über die Auszeichung „sehr gefreut“, verlautete aus ihrem Umfeld.  Harald Hettich   

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