Wartehäuschen an der Nahtstelle Baumkirchner Straße soll wieder weg

Ein Bushalt als echter Aufreger 

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Ein ungeliebtes Wartehäuschen - noch gar nicht in Betrieb, soll hier an der Kreuzung Baumkirchner- /Neumarkter- und Hansjakobstraße nach dem Willen des BA am besten auch gar kein Bus halten.

Es war mal wieder der klassische Fall: eigentlich hatte der Berg am Laimer Bezirksausschuss den Plan der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG mit klarer Mehrheit abgelehnt, neue Bus-Wartehäuschen ausgerechnet im Umgriff der Lichtzeichenanlage an der engen Nahtstelle 

im Bereich der Kreuzung Baumkirchner- / Hansjakob- und Neumarkter Straße zu etablieren und damit die dort ohnehin bestehende, räumliche Enge weiter zu verschärfen. 


Doch die kommunalen Verkehrsbetriebe kochten ihr eigenes Süppchen, nahmen den  BA zwar zur Kenntnis – aber bauten die Häuschen dennoch. Die sollen jetzt wieder abgebaut werden, noch ehe der erste Bus dort gehalten hat. Denn derzeit ist dieser verkehrlich enorm frequentierte Bereich der Baumkirchner Straße Baustelle – Buspendler müssen sich ohnehin noch in Geduld üben. 

Das hat nun wieder der Berg am Laimer Bezirksausschuss postuliert und setzt das Pingpongspiel mit der Stadt munter fort. Eine entsprechende Forderung verabschiedete das Stadtteilgremium in seiner jüngsten Sitzung. Eine politisch weltanschauliche Trennliinie entlang der Fraktionsgrenzen im Ausschuss war freilich nicht festzustellen. Quer durch die Fraktionen wurde für und vor allem wider die umstrittene Haltestellenlösung votiert. Bei der MVG sieht man die Sache ohnehin different. Dort will man mit dem neuen Haltepunkt nach eigener Aussage vor allem eine stärkere Frequentierung und Auslastung des örtlichen Busverkehrs erreichen – dessen Linie 185 stand in der Vergangenheit aufgrund niedriger Nutzerzahlen wiederholt zur Disposition. 

Beim BA freilich sieht man in dem städtischen Konstrukt vor allem eine potentielle Staufalle – weil die Haltestelle zu nah an Kreuzung und Ampelhaltepunkt realisiert worden sei. „Lieber reißen wir die Haltestelle jetzt gleich wieder weg, als dass wir uns dann jahrzehntelang eine Staufalle vor Ort etablieren“, befand etwa CSU-Mandatar Anton Spitlbauer sen. und befand sich damit im Meinungseinklang mit der deutlichen Mehrheit im Gremium. Spitlbauers Fraktionskollegin und CSU-Stadträtin Eva Caim hatte die Debatte aufgerufen: die Mandatarin hatte vor allem die zeitliche Abstimmung der Maßnahme und einen ungenügenden Dialog zwischen MVG, Stadt und BA bemängelt. So hatte der BA erst im März diesen Jahres seine Ablehnung des Projektes bekundet – zuvor bereits war das Projekt im Bauausschuss des Münchner Stadtrates positiv beschieden worden.  Das  will der BA jetzt aber nicht akzeptieren. Der Bushaltestellenstreit geht in eine neue Runde.   Harald Hettich

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