Erwachsenenbildung in St. Augustinus

Das II. Vatikanische Konzil

Eine große Zuhörerschar füllte den Saal des Pfarrheims St. Augustinus, als der frühere Kaplan und spätere Generalvikar Dr. Gerhard Gruber zum Thema „II. Vaticanum – ein Zeitzeuge berichtet“ referierte.

Dr. Gruber war als Konzilssekretär bei Kardinal Döpfner als Zeitzeuge beim Konzil dabei. Der Referent begann seine Ausführungen mit der Vorbereitung des Konzils und erinnerte an das „aggiornamento“ von Johannes XXIII. Der Papst öffnete symbolisch ein Fenster, damit frische Luft herein konnte. Das Konzil, das von 1962 bis 1965 stattfand, sollte neuen Wind, frische Luft in die Kirche bringen. Johannes XXIII. wollte ein pastorales Konzil, also ganz anders als die früheren oder die Reichskonzilien.

Gruber erwähnte besonders, dass der Papst die Arbeit in den Kommissionen laufen ließ und nicht eingriff. Folgende wichtige Bewegungen kamen zustande: die liturgische Bewegung, die Bibelbewegung, die Laienbewegung sowie die Neuordnung der kirchlichen Dienste wie der Ständige Diakonat und die Pastoralreferenten.

Liturgiereform

Die Arbeit begann mit der Liturgiereform. Die Jüngeren unter den Gläubigen können sich die Heilige Messe in lateinischer Sprache nicht mehr vorstellen. Für sie ist die Muttersprache im Gottesdienst selbstverständlich.

In der Generalkongregation – der Vollversammlung der Konzilsväter – stimmten die meisten für den Fortschritt. Es gab aber auch Konservative, die das Konzil blockierten.

Wichtiger Meilenstein

Insgesamt, so stellte Dr. Gruber fest, dass das II. Vaticanum einen wichtigen Meilenstein in der Kirchengeschichte darstellt. Denn die Verkündigung des Evangeliums müsse konkret mit dem Leben der Menschen zu tun haben. Das heiße, Glauben und Leben müssten die Menschen immer zusammenbringen.

Lebendiger Vortrag

Die Teilnehmer an diesem Vortrag, der mit Bildern untermauert wurde, waren abschließend der Ansicht, dass Dr. Gruber das Konzil lebendig werden ließ und ins Heute hereingeholt hat. An den Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an.

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