Hoffen auf die neue Dreifach-Halle

SVN-Vorsitzender Norbert Kreitl ehrte im Rahmen des Neujahrsempfangs Adriane Kovacevic, die im vergangenen Jahr trainiert von Thomas Eichinger (r.) den Deutschen Meistertitel im Kickboxen gewonnen hatte, für ihre Leistung. Foto: Charly D

Auf grünes Licht für die dringend notwendige Generalsanierung der Sportanlage sowie für die geplante Dreifach-Sporthalle mit Kletterhalle und Fußballumkleiden an der Bert-Brecht-Allee hofft der SVN München. Auf seinem Neujahrsempfang rief SVN-Vorstand Norbert Kreitl den Stadtrat auf, dem Projekt schnellstens zuzustimmen. Und forderte mehr Unterstützung vom Freistaat bei der Finanzierung von Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen.

„Auf Grund von Einsprüchen der Sportvertreter“ sei die geplante Generalsanierung samt Baumaßnahme in Neuperlach in der Sitzung der Stadtratskommission für Zuschuss- und Belegfragen vertagt worden, erklärte Kreitl. In der Folge musste auch die bereits terminierte Vorlage für die Stadtratssitzung des Sportausschusses zurückgezogen werden. „Dieser Vorgang hat uns mehr als verwundert“, so der SVN-Chef sichtlich verärgert. Schließlich seien alle Fakten – einschließlich der Finanzierung – bekannt gewesen. Zudem seien die SVN-Vertreter bedauerlicherweise nicht zu der Sitzung eingeladen gewesen, „denn sonst hätten wir dort alle Fragen klären können“. Überarbeitete Vorlage Nun kommt die überarbeitete Vorlage am 21. Januar erneut in die Kommission. Auf ausdrückliche Bitte sei der SVN diesmal dazu eingeladen, berichtete Kreitl. Man könne jetzt nur hoffen, dass es endlich eine Entscheidung zu dem Projekt gebe. „Wenn nicht, muss der Stadtrat entscheiden – auch ohne das Votum der Kommission.“ Schließlich beschäftige man sich jetzt bereits seit vier Jahren mit dem Projekt. Seit der Vertagung sei schon wieder ein halbes Jahr vergangen. „Dringend notwendige Projekte werden dadurch verzögert.“ Zu wenig Hallen Erst mit einem positiven Votum bei der Stadtratssitzung am 1. Februar könne der SVN die weiteren Schritte einleiten. Dabei habe München laut aktueller Aussage des Münchner Sportamtleiters Rudolf Behaker zu wenig Sporthallen, viele davon seien zu klein und sanierungsbedürftig. Auch der Stadtteil Ramersdorf-Perlach mit seinen 103.000 Einwohnern sei mit Sportstätten unterversorgt. Doch „Stillstand bedeutet Rückschritt“, befand Norbert Kreitl. Appell an Freistaat Ein anderer Appell ging auch an den Freistaat. Der SVN habe seine Kindersportschule „KiSS“ im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. „Jetzt finden 23 Kurse an Schulen, Kindergärten und in unserem Sportcenter statt.“ Auch die Projekte an den Schulen mit „Sport nach eins“ wurden ausgeweitet: Auf 24 Sportarbeitsgemeinschaften. Doch die Finanzierung durch die Stadt und den Freistaat Bayern sei nicht ausreichend gewährleistet. „Der SVN muss deshalb aus eigenen Finanzmitteln circa 17.000 Euro zuschießen, damit dieses sinnvolle und notwendige schulische Sportangebot durchgeführt werden kann.“ Finanzieller Ausgleich Alle politisch Verantwortlichen, insbesondere im Freistaat Bayern, müssten hier für eine ausreichende Finanzierung sorgen. Bayern sei hier „hinten“, andere Bundesländer würden diese Kosten komplett übernehmen. Im Freistaat hingegen hätten die Vereine hier große Probleme. Denn: „Ohne ausreichenden finanziellen Ausgleich sind die Sportvereine auf Dauer nicht in der Lage, für den Staat solche Pflichtaufnahmen zu übernehmen.“ Dabei würden die Sportvereine einen wichtigen Beitrag leisten – zur Gesundheit, zur Förderung der Lern- und Gedächtnisprozesse der Kinder und Jugendlichen sowie zur Stärkung des Sozialverhaltens. Gerade für die Ganztagesschulen sei dies wichtig. „Sport – Spiel – Spaß – Gesundheit – Freizeit“, unter diesem Motto setze sich der SVN seit jeher für die Menschen im Münchner Osten ein. Carmen Ick-Dietl

Auch interessant:

Meistgelesen

KJR Freizeitstätten bieten Programm für Kinder
KJR Freizeitstätten bieten Programm für Kinder
Zukunft der Trabantenstadt: Sanierung von Neuperlach
Zukunft der Trabantenstadt: Sanierung von Neuperlach
Dann eben auf dem Dach – Stadtrats-SPD will SV Stadtwerke in Ramersdorf erhalten
Dann eben auf dem Dach – Stadtrats-SPD will SV Stadtwerke in Ramersdorf erhalten
Eine besondere Doku ist nicht notwendig – Kulturreferat will kein ThemenGeschichtsPfad für Berg am Laim
Eine besondere Doku ist nicht notwendig – Kulturreferat will kein ThemenGeschichtsPfad für Berg am Laim

Kommentare