Verlegung des Kulturstrands in den Ostpark

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Bezirksausschuss Berg am Laim fordert Stadt zum Schaffen von sozialen Räumen auf

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Ramersdorfer Bürgerversammlung unterstützt gegensätzliche Anträge

Ja zum Bolzplatz und Ja zur Bebauung

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Einen kleinen Park am südlichen Ende der Adam-Berg-Straße könnten sich die Anwohner vorstellen.

Lieber eine Erweiterung des Gartencenters Seebauer als ein Bauvorhaben eines beliebigen Investors. Dafür hat sich die Ramersdorfer Bürgerversammlung ausgesprochen. Allerdings stimmten die Bürger auch für den Erhalt des Bolzplatzes, der der Erweiterung weichen soll.

Die Firma Seebauer würde gerne ihr Center an der Ottobrunner Straße erweitern (HALLO berichtete). Dazu gehört die Erweiterung der Verkaufs- und Außenflächen, Büro- und Sozial- räume, eine Kindertagesstätte, Mitarbeiter-Wohnungen sowie eine Gastronomie. Für den geplanten U-förmigen Gebäudekomplex direkt neben dem Gartencenter müsste der Bolzplatz an der Adam-Berg-Straße weichen. Dagegen protestiert eine Initiative von Anwohnern. Sie möchte den Bolzplatz unbedingt erhalten. Eine Forderung, die Andreas Grothe bei der Bürgerversammlung im Namen der Anwohner erneuerte. Man sei nicht grundsätzlich gegen das Bauvorhaben, aber es müsse eine einvernehmliche Lösung gefunden werden, erklärte er. Der jetzige Entwurf schaffe einen „Fremdkörper“ in diesem Bereich. Zudem werde der Bolzplatz stark genutzt, er müsse deshalb unbedingt erhalten werden, so Grothe. Eine Mehrheit der Bürgerversammlung sah dies genauso und unterstütze die Forderung nach einem Erhalt. Allerdings musste die Initiative kurz darauf auch eine Niederlage hinnehmen. Denn eine knappe Mehrheit der rund 90 anwesenden Ramersdorfer sprach sich für einen Antrag von Ingrid Buchmann, die als „direkte Anwohnerin“ des Gartencenters forderte, „dass die Bauvoranfrage der Firma Gartencenter Seebauer nicht weiter behindert und verzögert wird durch verschiedene Initiativen“. Es gebe viele „leise“ Anwohner, die der Meinung seien, „dass hier lieber das Gartencenter Seebauer bauen sollte als ein beliebiger Investor, der dann so dicht baut, wie es schon entlang der Ottobrunner Straße üblich ist“. Der Initiative Bolzplatz Adam-Berg-Straße warf Buchmann vor, gegen jegliche Bebauung vor ihren Gärten zu sein. Die Mitglieder würden vor allem befürchten , dass ihre Grundstücke an Wert verlieren könnten. Auch widersprach sie der Behauptung, der Bolzplatz werde stark genutzt. „Der Bolzplatz, der eigentlich so gar nicht genannt und bespielt werden darf und der schwer einsehbare und kleine Kinderspielplatz werden wirklich nicht viel genutzt“, erklärte Buchmann. „Das können nur wir so sagen, weil wir direkt gegenüber wohnen.“ Kritiklos wollen die „leisen Anwohner“ das Seebauer-Vorhaben aber auch nicht hinnehmen: „Eine Gastronomie mit Biergarten wünschen wir uns nicht, da die Zufahrt und die Parksituation dazu nicht passen.“ Darüber, wie beide Anträge der Ramersdorfer Bürgerversammlung unter einen Hut gebracht werden können, muss sich nun die Münchner Stadtverwaltung den Kopf zerbrechen. In ihre Überlegungen können sie dann auch einen weiteren Antrag zur Adam-Berg-Straße einbeziehen. Denn im Namen einer Gruppe von Anwohnern forderte Doris Kubista „Grünflächen schaffen! Entsiegelung in Nachbarschaft zum städtischen Baugrundstück Adam-Berg-Straße (heute Bolzplatz) auf den Weg bringen.“ Konkret bedeutet dies, dass am Südende der Adam-Berg-Straße anstelle der heutigen Straße ein kleiner Park geschaffen werden. Die Adam-Berg-Straße soll hierzu am südlichen Ende ab südlich der Lkw-Zufahrt der Firma Seebauer bis zum südlichen Ende der Sackgasse komplett zurück gebaut werden. Die bestehende Versiegelung soll entfernt werden. Bei der Parkgestaltung soll auch an Bänke oder sonstige Sitzmöglichkeiten gedacht werden. Lediglich für die Doppelgarage an der Nord-Ost-Seite des entstehenden Grünzuges soll am Rande der Grünfläche eine ausreichende Zufahrt bestehen bleiben. „An die Stelle des autozentrierten Sackgassen-Endes tritt ein Ort zum Verweilen und Flanieren, Spielen und das Auge schweife lassen. Ein Ort für Zukunft. Nicht nur für uns Anwohner“, erklärt Kubista in ihrem Antrag. Eine Mehrheit der Ramersdorfer Bürgerversammlung sah dies genauso und unterstützte ihren Antrag.

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