Urban Gardening und eine neue Parkanlage

Berg am Laim wird grün

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Das kleine Wäldchen zwischen Roßstein-, Hohenburg- und Ursberger Straße in Berg am Laim wird in eine öffentliche Grünanlage umgestaltet. Um Platz für Wege, Spiel- und Rasenflächen zu schaffen, müssen im Laufe der nächsten Wochen 26 Bäume entfernt werden.

Grüne Gedanken trieben zuletzt den Berg am Laimer Bezirksausschuss um. Zwei Projekte mit dem grünen Daumen fanden das Plazet des Stadtteilgremiums.

Was eigentlich aus der Feder der politisch Grünen hätte erwartet werden können, hievte jetzt die örtliche CSU in die politische Landschaft: Die Christsozialen wollen den Gedanken vom „Urban Gardening“ künftig auch in den heimischen Grünzonen verankert wissen. Hintergrund des andernorts bereits verwurzelten Projektes ist es, an der frischen Luft und beim gemeinsamen Pflanzensetzen und Garteln neue Freundschaften und Kontakte zu knüpfen.

„Ersprießlich“

Ungeachtet aller parteipolitischen Heckenziehungen fanden auch die Grünen aufgrund des botanischen Themas fast naturgemäß den Vorstoß der Berg am Laimer CSU ersprießlich: „Ein schöner Antrag, eigentlich ein grüner Antrag“, lobte Grünen-Fraktionssprecher die Idee vom urbanen Schürfen in der Naturscholle. Auch die SPD konnte sich mit der Idee für vermehrte Quartiers-Flora durchaus anfreunden, ergänzte jedoch, das neue Angebot doch bitte „für alle Gruppen im Stadtteil und auch für Flüchtlinge und Wohnungslose“ anzubieten. SPD-Fraktionssprecher Thorsten Bötzow erachtete den Terminus „alle Gruppen“ als durchaus ausreichend. Dabei müssten Flüchtlinge und Wohnungslose nicht nochmals extra genannt werden – sie seien schließlich Gruppen. Doch der SPD-Mann befürchtete zudem noch weiteres Ungemach. Bei dieser Art der Aufzählung könne durchaus der Eindruck entstehen, man suche Leute, die einfach kostenlos in den städtischen Grünanlagen werkeln sollten. Trotz der Einwände: Der Bezirksausschuss sprach sich mit großer Mehrheit für das neue Grünprojekt aus, bei dem alle mitwerkeln dürfen. Dabei könnte sich eine potentiell neue Grünanlage womöglich für das kommunal gemeinsame Garteln durchaus anbieten. Ein Areal zwischen Hohenburg-, Roßstein- und Ursberger Straße im Umgriff der großen Wohn-Baustelle im Norden Berg am Laims soll zum öffentlichen Grünraum umgestaltet werden. Ursprünglich war die Grünschneise mit kleinem Wäldchen aus der ehemaligen Baumschule vor Ort hervorgegangen.

Baumfällungen

Zunächst einmal muss vor Ort aber kräftig Grün weichen. Einiges Kopfzerbrechen bereitet den Menschen im Umfeld der Umstand, dass insgesamt 26 Bäume vor Ort gefällt werden sollen, um den aus städtischer Sicht notwendigen Raum für neue Spielflächen und Wegebeziehungen zu schaffen. Allerdings: Nach den bis Mitte November terminierten Arbeiten sollen im kommenden Jahr etwa 30 neue Bäume gepflanzt werden.

Harald Hettich

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