G’mütlich und gelassen

So begrüßt ein Musiker aus Pappe die Besucher auf dem Bayern-Markt am Orleansplatz. Foto: Oli

Seit letzten Samstag residiert auf dem Orleansplatz wieder der Bayern-Markt. HALLO-Mitarbeiter Oliver Oswald hat sich dort einmal umgesehen, um die Stimmung zu erkunden.

Der Wind steht auch an diesem Abend still, mit ihm die Hitze, nur eine kleine Brise setzt sich kurz durch. Es riecht nach Erbrochenem. Ganz kurz nur. Der Würgreiz des „Täters“ hat seinen Ursprung sicher nicht im Verzehr der hier angebotenen Leckereien. Denn bis dato gab es keinen Grund für Beanstandungen. Und auch bei all der drückenden Schwüle, die Buden und Grillstationen halten ihre Waren immer schön frisch. Die angesprochene Übelkeit mag zwar doch von Verzehr verursacht sein, allerdings eher aus dem Bereich Bierausschank. Das Helle hat jetzt Hochkonjunktur, weil es den Durst löscht und süffig schmeckt. Also kann’s am Bier eigentlich auch nicht gelegen haben, dass jemand sich im Biergarten erleichtert. Denn es geschah um 20 Uhr, da hätte der Übel-Täter also bereits seit Stunden hier gesessen sein müssen. Das ist aufgrund der gefühlten Temperaturen von 40 Grad aber eher unwahrscheinlich. Überhaupt sammelt sich das Publikum am Orleansplatz eher ab spätem Nachmittag um die Bierbänke. Doch der Bayern-Markt (noch bis inklusive 4. September) an sich mit all seinen Buden der unterschiedlichsten Art ist im Vergleich zu den umliegenden Einkaufsstraßen schon ab der Öffnung um 10 Uhr gut besucht. „Ein Bett im Kornfeld“ klingt aus den Lautsprechern der Musikbühne, wo sich die Formation „Münchner Herzbluad“ erfolgreich bemüht, für ein bisschen Stimmung zu sorgen. Ab und zu trauen sich auch ein paar Gäste, zu tanzen. Das schaut manchmal sehr amüsant aus, aber es zeigt, dass die Besucher hier einfach gut drauf sind, auch ohne Vollrausch. Entspannt Bis 22 Uhr kann man an den Biertischen und Bänken verweilen, dann macht der Markt dicht. Dann haben auch die Raschkatteln Pause, die in kleinen Grüppchen zu sehen sind. Die Musik von nebenan stört nicht, sie ist gut hörbar, aber nicht aufdringlich. So wie die gesamte Lage auf dem Bayern-Markt sehr entspannt und entspannend wirkt. Die Verkäufer und Standlbesitzer sind ebenso gelassen - und auffällig freundlich – und die Käufer, Vorbeischlenderer und Spezialitätengenießer kommen, um sich zu erholen. Das Beste am Bayern-Markt und seinem Ambiente: Hier sind Bayern zu Gast, und Münchnerinnen und Münchner. Das ist auch im Bereich Ostbahnhof/Orleansplatz tagsüber sonst so nicht der Fall. Im Biergarten am Bayern-Markt aber werd’ boarisch g’redt’. Kein Vergleich zur Multikulti-Wiesn. Und: Wer einfach nur an den Tischen sitzen will, mittags seine Zeitung liest oder Schatten sucht und die Stimmung genießt, ohne etwas zu verzehren – der kann ruhig bleiben. „Passt’ scho!“ Auch etwa an einem Montagabend ist der Platz bestens gefüllt. Da stören auch die vergleichsweise wenigen Regentröpferl nach Sonnenuntergang gar nicht. Manche huschen unter einen der Sonnenschirme, andere genießen das Nass von oben als Zugabe. Und in einer Stunde ist eh’ Zapfenstreich. Danke Petrus, gutes Timing... Oliver Oswald

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