Wo gibt’s ‘nen Panther in Ramersdorf?

Stolz präsentieren die Kinder ihren Ramersdorfer Kinderstadtteilplan. Foto: ick

Gibt es einen Panther in Ramersdorf? Wo steht das große Holzschiff? Gibt es einen Brunnen ohne Brunnenfigur? Und wer verkauft Blutorangen-Eis? Diese Fragen – und noch viele mehr – beantwortet der neue Kinderstadtplan für Ramersdorf, der vergangenen Freitag offiziell vorgestellt wurde.

Zwei Sommer lang haben über 500 Kinder aus den Grundschulen an der Führich-, Balan- und Grafinger Straße den Stadtteil durchforscht. Mit ihren Klassen, aber auch bei offenen Spielaktionen am Nachmittag. Unterstützt wurden sie bei ihren Erkundungstouren mit Fotoapparat und Fragebögen vom AKA Haidhausen, dem Ramersdorfer Stadtteilladen der Sozialen Stadt, der Kinder- und Jugendfarm, dem Abenteuerspielplatz Utopia, Angelika Dreyer von Stattreisen, Renate Wirthmann vom Arbeitskreis Stadtteilgeschichte Ramersdorf sowie von der Bezirksausschuss-Kinderbe-auftragten Astrid Schweizer. Die Kinder testeten und bewerteten Spielplätze, machten Interviews und Umfragen. Am Ende hatte man jede Menge Informationen und Bildmaterial über den Stadtteil zusammengetragen, immer aus dem speziellen Blickwinkel der Kinder. Zum Beispiel, wo Kinder gerne Essen gehen, Tipps zu interessanten Spielplätzen oder wo man was Interessantes entdecken kann. Wissenswertes über das MVG-Museum, die Ramersdorfer Feuerwehr, die Volkssternwarte und andere Einrichtungen im Stadtteil. Von Kindern für Kinder „Der Stadtplan ist von Euch für Euch“, erklärte der stellvertretende Stadtschulrat Josef Tress bei der Präsentation am vergangenen Freitag den Kindern in der Führichschule. Es sei wichtig, sich um die Stadt und den eigenen Stadtteil zu kümmern, so Tress. „Sonst passiert nichts!“ Er dankte vor allem der „Mutter des Münchner Kinderstadtteilplans“, Evelyn Knecht, Koordinatorin der Arbeitsgemeinschaft Spiellandschaft Stadt und des Arbeitskreises Kinderstadtplan. „Wenn es Frau Knecht nicht gäbe, gäbe es die Kinderstadtpläne nicht.“ Anregungen Für die Vertreter des Bezirksausschusses Ramersdorf-Perlach gab es von den Kindern dann noch einige Anregungen: An einigen Spielplätzen im Stadtteil sei die Ausstattung nicht besonders toll, fanden die Mädchen und Jungen. Hier könnte ebenso nachgebessert werden wie beim Pausenhof der Führichschule. BA-Chefin Marina Achhammer und Kinderbeauftragte Astrid Schweizer nahmen die Wünsche mit und versprachen, mit den zuständigen Stellen zu sprechen. Carmen Ick-Dietl

Auch interessant:

Meistgelesen

Drei Personen bei Verkehrsunfall in Ramersdorf verletzt 
Drei Personen bei Verkehrsunfall in Ramersdorf verletzt 
Berg am Laimer Paar über ihre Rückreise nach Deutschland – Ein Heimweg wie eine Odyssee
Berg am Laimer Paar über ihre Rückreise nach Deutschland – Ein Heimweg wie eine Odyssee
Der Jugendtreff im Kinderzimmer mit dem Kreisjugendring München und Landkreis 
Der Jugendtreff im Kinderzimmer mit dem Kreisjugendring München und Landkreis 
Nähe trotz Distanz – Angebot für Heimbewohner und Angehörige während der Pandemie in Ramersdorf-Perlach
Nähe trotz Distanz – Angebot für Heimbewohner und Angehörige während der Pandemie in Ramersdorf-Perlach

Kommentare