Gewofag erhält Preis des Innenministeriums

„Energieeffizienz zählt – neue Energiesparhäuser"

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Freude über die Auszeichnug (v.l.n.r): Amandus Sattler, Architekt, Gordona Sommer, Geschäftführerin der Gewofag Holding GmbH, Robert Zengler, Bereichsleiter Gewofag Projektgesellschaft mbH, Götz Kessler, Bereichsleiter Gewofag Grundstücksgesellschaft mbH, und Christian Jakob, Projektleiter Gewofag Projektgesellschaft mbH.

Die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern hat der Gewofag Holding GmbH den Preis „Energieeffizienz zählt – neue Energiesparhäuser“ verliehen. 

Das Projekt „Ergänzungsbauten im Passivhausstandard am Piusplatz“ der städtischen Wohnungsbaugesellschaft wurde im Rahmen des Landeswettbewerbes 2012 für den Wohnungsbau in Bayern ausgezeichnet.

Die Gewofag hat zum ersten Mal zwei Häuser in Passivbauweise gebaut – im kommunalen Geschosswohnungsbau bislang eher die Ausnahme. Zwei weitere befinden sich derzeit im Bau. Die vier Gebäude mit jeweils 16 Wohnungen ergänzen eine Siedlung aus den 1930er-Jahren. Die Wohnungen sind zu 30 Prozent frei finanziert und zu 70 Prozent durch das „München Modell Miete“ gefördert.

Gordona Sommer, Geschäftsführerin der Gewofag: „Wir freuen uns außerordentlich über diesen Preis. Wenn neben unseren Modernisierungen und Neubauten nun auch unsere neuen Passivhäuser prämiert werden, beweist uns das erneut, dass wir mit unserem breit gefächerten Engagement in Sachen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, spannender Architektur und sozialem Wohnungsbau auf dem richtigen Weg sind.“ Der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobte Wettbewerb prämiert mustergültige und qualitativ hochwertige Beispiele für energie- und ressourcensparende Wohnbauten. Die Gewinner werden in einer Wanderausstellung einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Innovatives Konzept

Überreicht wurde der Preis von Staatsekretär Gerhard Eck und Ministerialrätin Karin Sandeck, die die Gewofag lobte: „Die Passivhäuser bieten ein innovatives und ausgewogenes technisches Konzept, etwa durch die Absorptionspumpe. Gleichzeitig zeigen die Wohnhäuser eine beispielhafte und gelungene städtebauliche Lösung für eine Nachverdichtung und soziale Aufwertung eines Quartiers auf.“

Wohnraum für Familien

Im Quartier rund um den Piusplatz fehlte es bislang an großen Wohnungen für Familien mit Kindern. Gleichzeitig boten sich die großzügigen Freiflächen zwischen den Bestandsbauten für eine bauliche Erweiterung an. So fügen sich die Passivhäuser in die bestehende Siedlung ein und schließen die Innenhöfe auf der bislang offenen Seite zur Oedkarspitzstraße ab. Die Weite und Aufenthaltsqualität der Grünanlagen bleibt damit für junge und alte Bewohner erhalten. Denn auch ältere Mieter werden von den neuen Passivhäusern profitieren, die durchgängig barrierefrei gebaut werden. Sie sind Teil eines umfangreichen Quartiersentwicklungsprogramms der Gewofag in Berg am Laim. Unter anderem hat die Gewofag dort bereits Gebäude saniert, Außenanlagen verbessert und neue Angebote für Familien und Senioren geschaffen. Für diese Quartiersentwicklung erhielt das städtische Wohnungsbauunternehmen bereits den Bundespreis „Soziale Stadt 2010“und im vergangenen Jahr den Bundespreis „Stadt bauen. Stadt leben.“

„Hervorragende Ergänzung“

Gordona Sommer, Geschäftsführerin der Gewofag: „Die neuen, barrierefreien Wohnungen in Passivbauweise ergänzen das Quartier am Piusplatz hervorragend. Sie verbinden klare und moderne Architektur mit innovativer, energiesparender Bauweise und sind ideal für junge Familien, die hell und modern wohnen und dabei Energie und Heizkosten sparen wollen.“

60 Prozent Einsparung

Verglichen mit einem Haus, das der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) entspricht, können die Mieter in Passivhäusern durch den hohen Energiestandard bis zu 60 Prozent der Kosten für Heizung und Warmwasser sparen. Kompakte Bauweise, gute Dämmung und kontrollierte Lüftung sind die Voraussetzungen für den geringen Energieverbrauch. Darüber hinaus trägt die architektonische Gestaltung der Passivhäuser, die Allmann Sattler Wappner Architekten geplant hat, dazu bei: Die nach Süden geöffneten Fassaden sorgen für optimale Belichtung und Besonnung der Wohn- und Individualräume. Die großen Fensterflächen sind zwar einerseits potenzielle Wärmebrücken nach draußen, erzielen aber andererseits auch Wärmegewinne, die der Energiebilanz zu Gute kommen. Durch die großen Balkone bekommen die Wohnungen ein zusätzliches „grünes Zimmer“.

Ein Passivhaus nutzt überwiegend Wärme aus passiven Quellen, das heißt aus der Sonneneinstrahlung und der Abwärme von Personen und elektrischen Geräten, und sorgt dafür, dass sie optimal genutzt wird. Es darf maximal 15 kWh Heizwärme pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen und damit zehnmal weniger als ein herkömmliches Mehrfamilienhaus im bundesdeutschen 

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