Umbaubeginn in der Rogatekirche Ramersdorf

Spatenstich und Hammerschlag

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Als Zeichen für die zukünftige Kooperation pflanzten die Rogategemeinde und die Evangelische Jugend einen Apfelbaum. Er wird nach Abschluss der Arbeiten in Hof der Rogatekirche seinen Platz finden.

Ein besonderes Kirchenzentrum, das einmal Heimat für die evangelische Rogategemeinde und Heimat für die Evangelische Jugend München sein soll, entsteht derzeit an der Bad-Schachener-Straße in Ramersdorf. Mit Leben erfüllte „Erfahrungsräume“ wünschte sich dafür Kirchenrat Klaus Schmucker beim „Spatenstich und Hammerschlag“ für das Projekt.

Die Rogatekirche wird derzeit renoviert und umgebaut. Entstehen soll ein ganz besonderes kirchliches Zentrum: offen zur Bad-Schachener-Straße und mit Cafeteria soll es zur Einkehr laden und ein Ort sein, an dem „Tag und Nacht das Licht brennt“, wie Schmucker beim offiziellen Festakt betonte.

Angeregt durch die Entstehung erster Jugendkirchen in Deutschland plant die Evangelische Jugend München seit 2005 eine eigene Jugendkirche. In Arbeitskreisen, Workshops, Gremien und in enger Kooperation mit dem Dekanat München wurden Ideen und Konzepte für eine ganz eigene Form der Jugendkirche in München entwickelt. Dabei sollen alle Formen, Arbeitsfelder und Lebensäußerungen der Evangelischen Jugend in München auf Dekanatsebene in der Rogatekirche eine Heimat finden.

Ort der Jugendlichen

Durch vielfältige Angebote, die dort stattfinden werden, soll sie zum Ort der Jugendlichen werden. Die Verantwortlichen um Dekanatsjugendpfarrer Michael Stritar wünschen sich, dass die Jugendlichen einen neuen Zugang zu Kirchenräumen finden und sich dort zuhause fühlen. Dies stelle einen wesentlichen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Kirchen dar. Der Raum der Kirchen soll nach den Vorstellungen der Verantwortlichen sowohl für offene Veranstaltungen wie für eigene Aktivitäten, Projekte und Veranstaltungen genutzt werden.Angesichts der finanziellen Situation muss aber auch dieses ehrgeizige Projekt einige Abstriche hinnehmen. Die flexible Kirchenraumtrennung wurde ebenso gestrichen wie der Wintergarten, der eigentlich Bestandsgebäude und den neuen Zusatzbau verbinden sollte, sowie das Dachfaltwerk, das eine Nutzung des Innenhofs ermöglichen sollte. Aufgeschoben ist freilich nicht aufgehoben, wie Schmucker ausdrücklich hervorhob. Alle Planungen seien so angelegt, dass eine „Nachrüstung“ jederzeit möglich sei.

Stühle für alle

Dem Rotstift nicht zum Opfer gefallen sind die Fußbodenheizung und der Teppich im Innenraum der Rogatekirche, so dass sich Besucher bei Veranstaltungen künftig auch auf dem Boden niederlassen können. Eine Alternative zu den neuen Stühlen, für die der Kirchenrat eindringlich um Spenden bat — schließlich soll in der neuen Rogatekirche jeder seinen Platz finden.

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