Übergang an der Berg-am-Laim-Straße oder nicht?

Stadt und Stadtteil uneinig

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Bei der Frage nach der Notwendigkeit einer gesicherten Überquerung der Berg-am-Laim-Straße auf Höhe des „Kaufland“-Marktes scheiden sich zwischen Stadt und Stadtteil die Geister. Eine entsprechende Ablehnung des Baureferates will der BA nicht akzeptieren.

Die Frage einer Rad- und Fußwegquerung der Berg-am-Laim-Straße am Schnittpunkt mit der Josephsburgstraße spaltet weiter die Planer der Stadt und die Befürworter in Berg am Laim. Während die Stadt keinen Bedarf nach einem Querungsbauwerk oder wenigstens einer Ampel sieht, wächst bei den Anwohnern der Unmut über die Situation.

BA-Chef Robert Kulzer (SPD) unterstrich vergangenen Woche im Einvernehmen mit CSU-Fraktionssprecher Fabian Ewald und den weiteren Fraktionen erneut die Notwendigkeit eines planerischen Umdenkens seitens des städtisch zuständigen Baureferates. Mit einem aktuell erneut abschlägigen Bescheid aus dem technischen Rathaus wolle man sich jedenfalls nicht abspeisen lassen. „Wir werden erneut mit Nachdruck an die Stadt herantreten“, versprach Kulzer auf HALLO-Anfrage.

Der Stadtteilbürgermeister beschreibt eine „nicht nachvollziehbare Verweigerungshaltung“ des Referates. „Eklatante Sicherheitsrisiken“ würden nicht beachtet. „Mit dem Kaufland-Markt, der neuen Asyl-Unterkunft demnächst, den Schulen und Kindertagesstätten im Umgriff und viel Gewerbebetrieben und Ladengeschäften ist eine feste Querungsbeziehung vor Ort notwendig und sinnvoll“, so Kulzer. Gerade auch für die Schulkinder vor Ort müsse eine sichere Querung zur Verfügung gestellt werden. In der BA-Sitzung hatte auch ein Anwohnervertreter erneut eine solche, gesicherte Fuß- und Radwegeverbindung eingefordert und nach exakten Zeitplänen einer Realisierung gefragt. „Dass da nichts passiert, ist nicht nachvollziehbar“, lautete der Tenor im BA. Kulzer will auch nicht begreifen, dass neben der Polizei auch Vertreter der Stadt eine Notwendigkeit nach Ortsbeschau im Sommer eingeräumt hätten – sich aber das Baureferat – und wie im neuerlichen Negativschreiben auch deutlich wurde – das Kreisverwaltungsreferat (KVR) sich gegen das Projekt stemme.

Das Baureferat zieht sich weiter auf technische Ausschlussfaktoren zurück und argumentiert weiterhin mit den für eine Querungs-Errichtung nicht ausreichenden „Aufstellflächen“. Ferner wird im Schreiben auch das KVR mit dem Passus vom „nicht dringenden Handlungsbedarf“ in der Sache zitiert.

Das sieht man im Viertel selbst völlig anders. Der BA-Chef vermutet vor allem einen Grund hinter der „Verweigerungshaltung“: Bei den besagten Referaten sei man offenbar „beleidigt“, dass eine Kostenverpflichtung des Kaufland-Marktes bei der Finanzierung einer Querungshilfe abgeschmettert wurde und der Konzern nicht für das Projekt bezahlt (HALLO berichtete). „Selbst zahlen wollen die Referate jedenfalls auch nicht – das wird immer klarer“, so Kulzer.

Dagegen gewinne das Problem „immer mehr an Brisanz“. Bereits heute würden die Gleisstränge häufig wild gequert, für Kulzer stellt sich daher die Frage: „Muss denn dort erst etwas passieren, ehe die zuständigen Stellen tätig werden?“

Harald Hettich

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