Bezirksausschuss Berg am Laim fordert Ausbau bei ÖPNV

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Lärm, Müll, Gestank und Kulturstrand im Ostpark

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150 Jahre lang Retter in der Not

Freiwillige Feuerwehr Perlach feiert besonderes Jubiläum

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Die Freiwillige Feuerwehr bei einer Übung im Jahre 1928 auf der Schulwiese: Die Ausstattung untescheidet sich sehr von der heutigen.

Die Abteilung Perlach der Freiwilligen Feuerwehr München feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Schon 150 Jahre sind die Mannschaften da, um in der Not zu helfen. Dabei gab es auch ungewöhnliche Einsätze.

1869 — das Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr im Stadtteil Perlach. Die Mannschaften arbeiteten seither unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. „Schon damals setzte man mit der Auswahl des Vorstandes auf ein zukunftsweisendes Projekt. Die Gründungsväter stammten aus den Berufen Zimmermann, Chirurg und Ökonom. Somit waren die Faktoren für eine moderne Stadtteilfeuerwehr, handwerkliches Geschick, Hilfe am Mitmenschen sowie wirtschaftliches Handeln, gelegt“, erklärt Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble. Diese breite Aufstellung an Fähigkeiten wurde und wird bis heute benötigt. So etwa bei dem besonderen Einsatz am 12. und 13. Januar im Jahre 1986. Die Tage gingen als „Eiskatastrophe“ in die Perlacher Annalen ein. Denn der Hachinger Bach, der schon in den Jahrzehnten zuvor immer wieder Probleme machte, drohte vollständig zuzufrieren. Die Freiwillige Feuerwehr war gemeinsam mit anderen Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und anderen Freiwilligen Feuerwehren 15 Stunden lang im Einsatz — und das bei minus 30 Grad. Dabei war die Ausstattung der Feuerwehr zu dieser Zeit bei weitem nicht mit den modernen Gerätschaften, die heute zur Verfügung stehen, zu vergleichen. Erst in den 80er Jahren wurde zwischen dem repräsentativen Dienstanzug und der Einsatzbekleidung, die sich auf den Schutz des Feuerwehrmitgliedes fokussiert, unterschieden. Die heutigen Schutzanzüge, die bei Einsätzen getragen werden, bestehen aus sogenannten Polyamiden, die Anfang der 50er Jahre zum ersten Mal auf den Markt kamen. Sie sorgen dafür, dass Textilien besonders hitze- und feuerbeständig sind.

Doch nicht nur die Ausrüstung, sondern auch die Aufgaben der Feuerwehren haben sich geändert. „Heute ist das Aufgabenspektrum wesentlich weiter, werden doch nicht nur mehr Brände bekämpft, sondern auch technische Hilfe im weiteren Sinne geleistet“, so der Vorsitzende des Perlacher Feuerwehrvereins, Andreas Ludwig. „Was seit der Gründung gleich geblieben ist, sind die Motivation und das Engagement.“

Neben den zunehmenden Herausforderungen der Einsatztätigkeit im wachsenden München und des damit verbundenen Aus- und Weiterbildungsaufwands, liegt das Hauptaugenmerk in der Gewinnung und Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses. Dabei wünscht sich die Freiwillige Feuerwehr Perlach auch mehr weibliche Mitglieder, denn dort gibt es derzeit nur eine einzige Kameradin. „Frauen und Männer bereichern sich gegenseitig. Jeder von uns hat andere Stärken und nur wenn wir ein gut gemischtes Team haben, können wir unsere Stärken vereinen, um für unsere Mitbürger in der Not da zu sein.“, heißt es dazu auf der Website der Freiwilligen Feuerwehr Perlach.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten beginnen am Freitag, 17. Mai, um 19.30 Uhr mit einer Blaulichtparty. Bei Liveband-Atmosphäre können kühle Drinks genossen und getanzt werden. Veranstaltungsort ist das Feuerwerhaus an der Ecke Wolframstraße und Neubiberger Straße. Einen Willkommensdrink gibt es während der Happy Hour bis 21 Uhr. Einlass ist ab 18 Jahren, Karten gibt es an der Abendkasse. Am Sonntag, 19. Mai, beginnen die Feierlichkeiten um 9 Uhr mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der Perlacher Barockkirche St. Michael. Der Perlacher Michaeli-Chor und das Blasorchester St. Michael sorgen für die musikalische Untermalung. Um 10 Uhr startet der Festzug am Pfanzeltplatz. Ab 11 Uhr findet der Festakt für geladene Gäste und Vereine am Feuerwehrhaus an der Wolframstraße 4 statt. Alle Mitbürgerinnen und Mitbürger sind am Sonntagnachmittag von 14.30 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür am Feuerwehrhaus eingeladen, wo die „Stadtteilfeuerwehr“ aus nächster Nähe erlebt werden kann. Kinder können zu kleinen Brandmeisterinnen und Brandmeistern werden. Es gibt Vorführungen und Mitmachaktionen. 

pg

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