Fragen zur Ori

Wie erfolgreich arbeitet die Neuperlacher Orientierungsstufe? Stadtrat Thomas Hummel (Bayernpartei) will vom Oberbürgermeister Auskunft über die Verteilung der Ori-Schüler auf die verschiedenen Schularten, über Wiederholer und über den späteren Schulabschluss von Ori-Absolventen.

Eine Studie bei 855 repräsentativ ausgewählten Schülern hatte es vor kurzem ergeben: Fast jeder dritte Jugendliche besucht eine Schulform, die ihn unter- oder überfordert. Der Verband Bildung und Erziehung forderte daraufhin, Kinder länger gemeinsam zu unterrichten, statt sie auf unterschiedliche Schultypen zu verteilen. Die städtische schulartunabhängige Orientierungsstufe (Ori) Neuperlach stellt seit 1978 eine Alternative zur Aufteilung der Schüler nach der vierten Grundschulklasse dar. Zwei Jahre lang werden die Kinder hier unterrichtet, erst nach der sechsten Klasse wechseln sie auf eine der weiterführenden Schulen. Die Schüler werden an der Ori nach bestimmten Quoten für die jeweiligen Noten aufgenommen. Stadtrat Thomas Hummel von der Bayernpartei möchte nun wissen, wie hoch die Quoten denn nach der sechsten Jahrgangsstufe noch sind bzw. wie sie sich eventuell verändern. Zudem fragt er nach Wiederholern in den beiden Jahrgangsstufen, auch im Vergleich mit den sonstigen städtischen Schulen. Sehr interessant ist auch seine Frage nach dem späteren Schulabschluss von Ori-Absolventen. „Gibt es, soweit verfolgbar, einen signifikanten Unterschied bei denjenigen Schülern, die in der fünften und sechsten Klasse die Orientierungsstufe besucht haben?“ Bleiben Ori-Schüler in der Folge einfach weniger sitzen, wechseln sie weniger die Schulart und verlassen sie die Schule weniger ohne Abschluss? Zu frühe Selektion verhindert? Ist die Orientierungsstufe also die Schule, die eine zu frühe Selektion verhindert und somit die spätere Entwicklung der Kinder stärker berücksichtigt? Schließlich seien viele Schüler dadurch auf falschen Schularten und entweder unterfordert oder frustriert, so Hummel. Die Folge sei dann ein Wechsel auf einer andere Schulart bzw. die Wiederholung von Jahrgangsstufen, im schlimmsten Fall das Verlassen der Schule ohne Abschluss. Deshalb Hummels Frage: „Verringert sich durch Vorschaltung der Orientierungsstufe diese „Fehlerquote“?“ Carmen Ick-Dietl

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