Erzbischof Marx für humane Sterbebegleitung

Tiefe Verunsicherung

Nach Auffassung des Erzbischofs braucht jede medizinische Entscheidung ein verantwortetes Menschenbild, das in konkreten Situationen Richtung und Orientierung gebe. Dies müsse bei der Ausbildung wie bei der Fortbildung von Ärzten, medizinischem und pflegerischem Fachpersonal verstärkt mit bedacht werden. Der in der Öffentlichkeit immer wieder erhobene Ruf nach juristischer Klärung und gesetzlicher Festschreibung von Verhaltensregeln in kritischen Situationen sei im Grunde genommen Ausdruck einer tiefen Verunsicherung. Sich mit eigener Spiritualität auseinanderzusetzen, sich den Fragen des Lebens immer wieder zu stellen und somit die eigene Haltung zu überprüfen und zu reflektieren, sei eine Hauptforderung für Menschen, die an der Grenze von Leben und Tod arbeiteten. Dank für Engagement Marx dankte allen Frauen und Männern, die sich in verschiedensten Berufen aus tiefster christlicher Überzeugung in der Hospiz- und Palliativarbeit engagierten. Dieser Dienst mache „die Liebe Gottes präsent und erfahrbar“. Immer noch nähmen in der Sorge um das Lebensende bei vielen Menschen Ängste und Unsicherheiten wie auch Anonymität und Einsamkeit den Platz von Mitmenschlichkeit ein. Der Hilferuf von Kranken und Sterbenden nach einem Menschen, der sie in der letzten Phase des Lebens begleitet, verhalle immer noch zu oft. Sterbebegleitung sei eine „der zentralen Aufgaben der Christen“. In der Erzdiözese ist ein promovierter Theologe, der sich als eigener Fachreferent für palliative Care und Hospizpastoral einsetzt. In der Krankenhausseelsorge des Erzbistums wirken 120 Frauen und Männer. Die Deutsche Bischofskonferenz hat im Frühjahr dieses Jahres einen Expertenkreis zu dieser Thematik eingerichtet.

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