Erweiterung Chiemgaustraße wird nicht verhindert

Betriebshof und Männerfürsorge möglich

Ein eventueller städtischer Betriebshof an der Aschauer Straße würde der Erweiterung des Männerfürsorge-Hauses an der Chiemgaustraße nicht im Wege stehen. 

Das hat Stadtbaurätin Elisabeth Merk jetzt den CSU-Stadträten Beatrix Burkhardt, Marian Offman und Josef Schmid auf ihre Anfrage mitgeteilt. Eventuell müsste ein Neubau sich mit entsprechenden Schutzmaßnahmen vor dem Außenlärm abschotten.

Ein eventueller städtischer Betriebshof an der Aschauer Straße würde der Erweiterung des Männerfürsorge-Hauses an der Chiemgaustraße nicht im Wege stehen. Das hat Stadtbaurätin Elisabeth Merk jetzt den CSU-Stadträten Beatrix Burkhardt, Marian Offman und Josef Schmid auf ihre Anfrage mitgeteilt. Inzwischen haben sich die Sorgen der Stadträte überholt, denn nach neuestem Stand der Dinge wird der Betriebshof an der Aschauer Straße nicht gebaut (siehe HALLO-Bericht an anderer Stelle).

Die Stadträte hatten nachgefragt, ob der geplante Betriebshof der städtischen Straßenreinigung auf dem Nachbargrundstück mit dem Wunsch des Katholischen Männerfürsorgevereins nach einer Erweiterung an dem Standort Chiemgaustraße vereinbar wäre. Das „Haus an der Chiemgaustraße“ würde gerne weitere Wohnplätze für benachteiligte und kranke Menschen einrichten, eventuell sogar ein sozial-betreutes Wohnhaus anbauen.

Gültiger Bebauungsplan

Das Anwesen an der Chiemgaustraße 120, sowie das unmittelbar angrenzende Grundstück befänden sich im Geltungsbereich eines gültigen Bebauungsplans, so Stadtbaurätin Elisabeth Merk. Zieht man den Bauraum des vorhandenen Hauses ab, so sind hier noch rund 500 Quadratmeter Grundfläche mit knapp 700 Quadratmetern Geschossfläche auf bis zu vier Vollgeschossen bebaubar. Sollte es sich nicht um eine soziale Einrichtung handeln, sind nur in den ersten beiden Geschossen Wohnungen zulässig. 

Konkrete Beschreibung

Für eine endgültige Beurteilung bräuchte man aber eine konkrete Nutzungsbeschreibung, so die Chefin des städtischen Planungsreferats. Bezüglich des Außenlärms müssten gegebenenfalls durch technische Vorkehrungen entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden, zudem gibt es im Bebauungsplan Regelungen, die bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen sind. 

Anfangsstadium

Rein rechtlich scheinen sich die beiden Planungen also nicht gegenseitig auszuschließen. Die Erweiterung des „Hauses an der Chiemgaustraße“ ist jedoch derzeit nach Aussage des Trägers noch ganz im Anfangsstadium. Vor allem gibt es noch keine gesicherte Finanzierung. Bevor man jedoch weiter plane, will man erst die Entscheidung bezüglich des städtischen Betriebshofs abwarten. Denn dies würde eine Erweiterung komplett in Frage stellen. 

Der Katholische Männerfürsorgeverein hatte sich aber auch um seine Bewohner im bestehenden Haus gesorgt. Es gibt dort 68 Wohnplätze für wohnungslose, alleinstehende Männer mit besonderen sozialen Schwierigkeiten. Der geplante Betriebshof mit den erwarteten Ausmaßen bezüglich Lärm, Schmutz und Licht wäre eine erhebliche Belastung für die Männer in ihrer Situation, heißt es vom Träger. Der Betriebshof wäre also ein großes Handicap, mit dem man wahrscheinlich nur sehr schwer leben. 

Umso erfreuter dürfte der Männerfürsorgeverein nun sein, dass der geplante Betriebshof in seiner direkten Nachbarschaft nun abgesagt ist. Der Standort sei der Öffentlichkeit vor Ort nicht zu vermitteln, so die offizielle Begründung. Carmen Ick-Dietl

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