1. hallo-muenchen-de
  2. München
  3. Ramersdorf-Perlach-Berg am Laim

Verzweifelte Suche nach dem Königsweg

Erstellt:

Kommentare

Schwieriges Kreuzungsgeflecht: An der Schnittstelle von Berg-am-Laim-Straße, Ampfingstraße und Ring scheiden sich die Verkehrsgeister. Der BA nahm jetzt einen neuen Anlauf – samt Auftrag an die Stadt und weiterem Ortstermin.
Schwieriges Kreuzungsgeflecht: An der Schnittstelle von Berg-am-Laim-Straße, Ampfingstraße und Ring scheiden sich die Verkehrsgeister. Der BA nahm jetzt einen neuen Anlauf – samt Auftrag an die Stadt und weiterem Ortstermin. © Harald Hettich

Der Schnittpunkt Ampfing-/Berg-am-Laim-Straße und Leuchtenbergring/Mittlerer Ring ist die verkehrlich wohl intensivste Kreuzungsbeziehung in ganz Berg am Laim, die aber gleichzeitig aufgrund ihrer diffizilen Ampelschaltung und Verkehrsführung seit vielen Jahren ebenso viele Fragen aufwirft. Der örtliche Bezirksausschuss Berg am Laim hat die Thematik jetzt erneut aufgegriffen.

Im Kern sieht ein CSU-Antrag vor, entlang der stadteinwärts gerichteten Berg-am-Laim-Straße auf Höhe der Rechts-Zufahrt zum Mittleren Ring die bislang zeitlich gemeinsame Grünphase von Abbiegeverkehr und geradeaus kreuzendem Fuß- und Radverkehr künftig zu trennen und für beide Verkehrsströme zeitlich voneinander getrennte Grünphasen zu etablieren. Im BA kam unter anderem die Idee auf, den Abbiegeverkehr nach rechts auf den nördlichen Ring zeitlich mit jenem Linksabbiegevorgang zu koppeln, der vom südwärts gerichteten Ring links auf die östliche Berg-am-Laim Straße führt.

Ein Ansatz, der allerdings nicht bei allen BA-Mitgliedern verfing. SPD-Mann Serhat Sevengül monierte, damit werde die Möglichkeit eines „U-Turn“ am Ring von Süd nach Nord auf der Kreuzungsplattform genommen. Einzige Lösung sei hier, die Zufahrt in Richtung Ring Nord mit künftig zwei Richtungsfahrstreifen auszustatten. „Eine Wende in einem Zug von Autolenkern, die an der Berg-am-Laim-Straße aus dem Ring abfahren und oben gleich wieder in Richtung Norden wenden wollen, gibt es nicht“, widersprach Parteikollege und BA-Chef Robert Kulzer. Hier sei eine Ampelschaltung für den anschließenden Linksabbiegeverkehr auf den Ring vorgeschaltet.

CSU-Mandatar Anton Spitlbauer sen. wollte  eine andere Option geprüft wissen. Warum nicht die Nord-Süd-Wendeschleife weiter südlich der Kreuzung ausgestalten, um der Mehrrichtungskreuzung so einiges von ihrer Dynamik zu nehmen? Auch hier war Kulzer dagegen. „Diese Variante wurde ja bereits diskutiert.“ Nach seiner Auffassung würde auf diesem Wege nur ein zusätzlicher Stau-Schnittpunkt weiter südlich geschaffen – im Umgriff einer ebenfalls sensiblen Ringzufahrt nach Südosten. Ein schwieriges Thema, bei dem Thorsten Bötzow (SPD) auch zu bedenken gab, man dürfe am diskutierten Kreuzungsschnittpunkt auch nicht die Ansprüche der Verkehrsteilnehmer aus Richtung Haidenau-Platz außer Acht lassen. Keinen Königsweg in der derzeitigen Ampeltaktung und auch in einer möglichen zeitversetzten Variante von der Berg-am-Laim-Straße auf den Ring Nord und für Fußgänger und Radfahrer mochte auch Grünen-Sprecher Hubert Kragler erkennen. Allerdings gelte es, vor Ort noch einmal nachzuhaken und die Möglichkeit sinnvoller Kompromisse zu erwägen.

Den Kopf sollen sich dazu zunächst die städtischen Stellen zerbrechen. Ein Ortstermin soll zudem weitere Aufschlüsse erbringen. Harald Hettich

Auch interessant

Kommentare