Feuerteufel unterwegs

Erneut zwei Waldbrände in Waldperlach

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Im vergangenen Jahr hat es in Waldperlach 13 Mal gebrannt. Am Sonntag kam es erneut zu zwei Bränden.

Zu zwei Waldbränden im Münchner Osten kam es in den Nachmittagsstunden des vergangenen Sonntags in Waldperlach. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich hier, schwerpunktmäßig im April, eine Serie von 13 Bränden zugetragen. Die Polizei geht erneut von Brandstiftung aus.

Die beiden aktuellen Brandstellen liegen, wie der Großteil im Jahr 2017, im Waldgebiet nördlich der Putzbrunner Straße. Aufgrund des guten Wetters war der Wald von Spaziergängern gut besucht. Gegen 12.45 Uhr teilten sie einen Brand auf einer Fichtenschonung im Wald auf Höhe Putzbrunner Straße 193 mit.

Aus bislang ungeklärter Ursache gerieten dort gerodete Bäume und eine Wiese auf einer Fläche von über 1000 Quadratmetern in Brand und wurden so zum Teil zerstört. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Feuer bereits erloschen.

Nur wenige hundert Meter vom ersten Brandort entfernt kam es gegen 15.45 Uhr zu einem zweiten Waldbrand. Diesmal gerieten Bäume und Wiese im Bereich einer Jungeichenschonung auf einer Fläche von rund einem Hektar in Brand.

Zur genauen Schadenshöhe können von der Polizei noch keine Angaben gemacht werden, sie dürfte jedoch im fünfstelligen Bereich liegen. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen, unter anderem unter der Einsatz eines Polizeihubschraubers, führten nicht zum Erfolg.

Zeugen gesucht 

In Anbetracht der Umstände muss nach Angaben der Münchner Polizei von einem vorsätzlichen Inbrandsetzen und einem Zusammenhang mit der Serie aus dem Jahr 2017 ausgegangen werden. Der Brandfahnder des Kommissariats 13 war bei beiden Bränden vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen, welche noch fortgesetzt werden.

Personen, die seit dem 1. April 2017 bis zum heutigen Tag in Waldgebieten im Münchner Süd-Osten verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, die im Zusammenhang mit den Bränden stehen könnten, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Telefon 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Für Hinweise, die zur Klärung der Serie oder zur Ergreifung des Täters führen, ist von der Polizei eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro und von privater Seite eine Belohnung von 4000 Euro ausgesetzt, deren Zuerkennung unter Ausschluss des Rechtsweges erfolgt. Die Auslobung gilt ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung von strafbaren Handlungen gehört.

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