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Anbauten sind gestrichen

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Im Sudermannzentrum gäbe es auf der linken Seite Baurecht für Erhöhungen, der Investor möchte aber lieber auf der gegenüber liegenden Seite erhöhen. © ick

Erfolg für den Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach! Beim Neuperlacher Sudermannzentrum soll nun auf die beiden ursprünglich geplanten Anbauten verzichtet werden. Trotzdem hat der BA Einspruch erhoben.

Die Lokalbaukommission (LBK) habe offenbar „kalte Füße bekommen wegen der ganzen Befreiungen“ in Neuperlach, erklärte BA-Planungssprecher Wolfgang Thalmeir (CSU). Deshalb habe die Stadt den eingereichten Antrag auf Neubau und Aufstockung nicht mehr genehmigen wollen. Somit werde nun auf die beiden Anbauten verzichtet, die ursprünglich an der Nord- und Nordostseite entstehen sollten. Die Anbauten mit bis zu sechs Geschossen sollten außerhalb des festgesetzten Bauraums entstehen und hätten „unter weitreichender Erteilung von Befreiungen vom gültigen Bebauungsplan“ genehmigt werden müssen.

Der Bezirksausschuss 16 hatte das abgelehnt. Sein Credo: Keine Nachverdichtungsvorhaben in Neuperlach, die allein auf Befreiungen von den Festsetzungen eines Bebauungsplans beruhen.

Jetzt stehe nur noch die Aufstockung um zwei Geschosse – fünftes und sechstes zurückgesetztes Terrassengeschoss — für das Bestandsgebäude an, informierte Thalmeir seine Kollegen. Doch auch dies lehnt man im Stadtteilparlament konsequenterweise ab. Man pocht auf eine Bewertung der infrastrukturellen Auswirkungen aller in Neuperlach möglichen Nachverdichtungsprojekte.

Zudem kam heraus, dass der Eigentümer – die Investorfirma Patrizia – auf der anderen Seite des Sudermannzentrums durchaus noch Nachverdichtungsmöglichkeiten hat. Dort besteht nach Informationen von BA-Chef Thomas Kauer (CSU) Baurecht für insgesamt neun Geschosse. Allerdings sei eine solche Höhe nicht ganz unproblematisch, unter anderem in Sachen Brandschutz. Da müsste nämlich das Wasser für die Feuerwehr hochgepumpt werden und das ist teuer. Wohl einer der Gründe, weshalb es für diese Seite bislang noch keinen Antrag auf Aufstockung gegeben hat. Carmen Ick-Dietl

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