Ersatzstandort gesichert

Endlich eine Lösung für das Kulturzentrum Neuperlach

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Endlich: Für das Kulturhaus am Hanns-Seidel-Platz ist ein Ersatzstandort gefunden worden. Doch Fragen bleiben.

Das Kommunalreferat garantiert dem Kulturzentrum Neuperlach den Ersatzstandort an der Albert-Schweitzer-Straße. Allerdings gibt es eine kurze Übergangszeit. Vom Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach ist keine Rede.

Das Kommunalreferat hat auf den Dringlichkeitsantrag aus dem Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach zur Zukunft des Kulturzentrums Neuperlach (HALLO berichtete) reagiert. In einer Pressemitteilung vom Freitag kündigt das Referat an, die „intensiven Mietvertragsverhandlungen“ ständen nun kurz vor dem Abschluss.

Der Zeitplan des Kommunalreferats sieht so aus: Bis Ende April kann das Kulturzentrum noch am gewohnten Ort bespielt werden. Wegen der nötigen Umbauarbeiten am neuen Standort erfolge der Umzug voraussichtlich im Juli 2018. Für die Übergangszeit plane der Trägerverein des Kulturhauses „auf der bisherigen Fläche am Hanns-Seidel-Platz noch diverse Open-Air-Veranstaltungen“.

Alle anfallenden Kosten für den Abbruch des jetzigen Gebäudes, den Umbau des Interimsstandorts sowie den Umzug und die Miete für das Gebäude Albert-Schweitzer-Straße übernimmt das Kommunalreferat. Über diese Finanzierung wird der Stadtrat im März entscheiden. Kein Wort über den Bezirksausschuss, der mit dem Kulturzentrum seinen Tagungsort verliert und zumindest in der Übergangszeit im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße sitzt.

Für den Bezirksausschuss-Vorsitzenden Thomas Kauer (CSU) setzen sich damit die Irritationen „stilistisch wie inhaltlich“ leider fort. „Ich hätte mich gefreut, wenn das Kommunalreferat einmal an den BA herangetreten wäre, anstatt eine Pressemitteilung herauszugeben.“ Auch Bahar Auer, die Geschäftsführerin des Trägervereins „Kulturbunt Neuperlach“ reagiert überrascht. Die Open-Air-Veranstaltungen seien eine Option gewesen, mit der man sich offen halten wollte, am alten Standort noch mit Kultur präsent zu sein. „Aber wir haben dafür noch kein grünes Licht von den Behörden.“ Stattfinden könnte das Ganze vor dem heutigen Kulturhaus. Denn das stehe da sicher noch, allerdings sei dann bereits Strom, Wasser und alles andere abgedreht.

Bei einer bisher kommunizierten Umbauzeit von sechs Monaten und einem Stadtratsbeschluss erst im März hält Kauer für den Ersatzstandort „eine Inbetriebnahme im Juli für ausgeschlossen“. Auer denkt ähnlich. „Da ist ganz viel zu machen, es müssen Büros zu einer Veranstaltungsstätte umgebaut werden.“ Ob’s überhaupt Juli wird. Auer ist skeptisch. „Vielleicht etwas zu ambitioniert.“ Beim Kulturverein kennt man auch den Mietvertrag für die Albert-Schweitzer-Straße immer noch nicht. „Wir schweben etwas im freien Raum.“

Die Geschäftsführerin ist nun gespannt, was im März der Stadtrat entscheiden wird. „Ich bin nur froh, wenn was vorangeht.“ Man brauche einfach endlich Sicherheit.

Carmen Ick-Dietl

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