Ehrung für Münchner Paralympics-Gewinnerinnen

Birgit Kober trägt sich ins Goldene Buch ein

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Die Münchner Medaillengewinnerinnen der Paralympics,darunter die Neuperlacherin Birgit Kober (l.), mit Oberbürgermeister Christian Ude beim Eintrag ins Goldene Buch der Landeshauptstadt.

Mit einem Eintrag ins Goldene Buch hat die Stadt jetzt die Münchner Medaillengewinnerinnen der Paralympischen Sommerspiele in London geehrt.

Die Neuperlacherin Birgit Kober, die bereits 2011 Weltmeisterin und 2012 Europameisterin im Speerwurf und im Kugelstoßen wurde, gewann bei den Paralympics in London gleich in ihren beiden Paradedisziplinen jeweils Gold - und das mit zwei überragenden Weltrekorden (HALLO berichtete). Sie startet zwar für den TSV Bayer 04 Leverkusen, ist ihrem Heimatverein ESV München aber immer noch als Übungsleiterin eng verbunden.

Johanna Welin vom USC München, die bereits 2011 Europameisterin wurde, holte mit dem deutschen Rollstuhlbasketball-Damenteam bei den Paralympics in London Gold. Denise Schindler, die Ausnahme-Radsportlerin vom Behinderten-Sportverein München, gefeierte Weltmeisterin und Weltcupsiegerin von 2011, die innerhalb kürzester Zeit einen wahren Senkrechtstart im Leistungssport hingelegt hat, war bei den Paralympics in London mit Silber im Straßenrennen erfolgreich.

„Die Paralympics sind heute jedem ein Begriff, sie werden von Mal zu Mal größer, emotionaler, begeisternder und haben sich nun endgültig als das ,zweite Olympia’ etabliert“, hob Oberbürgermeister Christian Ude in seiner Ansprache im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses hervor. Mit über 4400 Athletinnen und Athleten aus 164 Nationen, über 500 Wettkämpfen in 20 Sportarten, mit einer Rekord-Zuschauerzahl von 2,7 Millionen und weltweiten Rekord-Übertragungszeiten waren die Paralympics 2012 die größten Paralympischen Spiele in der Geschichte.

„Wir stehen vor einem Zeitalter der Inklusion – das erfordert nicht nur Investitionen, sondern auch ein Umdenken in den Köpfen“, fuhr Ude fort. „Für diese Generationenaufgabe kann ich mir keinen besseren Sympathieträger vorstellen als den Behindertensport. Die emotionale Botschaft der Paralympics steigert die Wertschätzung für Menschen mit Handicap in der Gesellschaft nicht nur spürbar, sondern geradezu sprunghaft. Dass daran auch Münchner Sportlerinnen und Sportler einen so herausragenden Anteil haben, freut uns natürlich ganz besonders.“

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