Durchstich der Halserspitzstraße in Berg am Laim

Viele Fragen bleiben offen

Die Stadträte Jens Luther und Fabian Ewald am bisherigen Ende der Halserspitzstraße.
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Die Stadträte Jens Luther und Fabian Ewald am bisherigen Ende der Halserspitzstraße.
  • VonRoman Wintz
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Die CSU hat gefragt und Stadtschulrat Florian Kraus (Grüne) hat geantwortet. Nach über einem halben Jahr ist endlich die Anfrage der beiden CSU-Stadträte Fabian Ewald und Jens Luther zum Durchstich an der Halserspitzstraße beantwortet. Die Antworten können die Lokalpolitiker aber nicht zufriedenstellen. 

Zum Hintergrund: Die Stadtverwaltung plant, an der Halserspitzstraße eine Kinderkrippe zu errichten. Um die Krippe zu erschließen, sehen die Pläne aus dem Vorbescheidsantrag vor, die beiden Straßenenden der Halserspitzstraße mit einem rund 40 Meter langen neuen Straßenabschnitt zu verbinden. Dieser wurde im Jahr 1989 im Bebauungsplan festgesetzt, inzwischen seit 32 Jahren aber nicht verwirklicht.

Für die Anwohner der verkehrsberuhigten Straße würde der Straßendurchstich aller Voraussicht nach eine erhebliche Mehrbelastung durch neuen Durchgangs- und Abkürzungsverkehr bedeuten. Genau hierzu finde sich in der Antwort auf die Frage nach der verkehrlichen Mehrbelastung allerdings keinerlei Information, kritisieren Ewald und Luther. Lediglich der durch die Krippe ausgelöste Verkehr werde ansatzweise dargestellt. Dass durch die Straßenverbindung potenziell auch Durchgangsverkehr generiert wird, werde völlig ignoriert.

Zu den voraussichtlichen Kosten des Straßenneubaus finde sich ebenfalls keinerlei Information in den Antworten des Stadtschulrats. Auch auf die Frage, ob eine verkehrliche Erschließung auch ohne den Straßendurchstich erfolgen könnte, gebe es keine zufriedenstellende Antwort. So seien bisher lediglich Vorbescheidsanträge mit dem entsprechenden Straßenabschnitt geprüft worden und keiner, der eine alternative Erschließung vorsehe.

Die CSU Berg am Laim hält den Bau einer weiteren Kinderkrippe im Stadtteil zwar für notwendig. Die verkehrliche Belastung im Wohngebiet müsse dabei jedoch minimiert werden. Die Stadt wird daher aufgefordert, eine Variante ohne Straßendurchstich zu erarbeiten. Die beiden Stadträte Fabian Ewald und Jens Luther hierzu: „Krippenbau ja – aber verträglich. Für uns ist nicht nachgewiesen, dass der Straßendurchstich nötig ist. Wir fordern die Stadtverwaltung auf, die Pläne für den Straßendurchstich endlich zu begraben und eine anwohnerfreundliche Variante zu erarbeiten. Die Antworten des Stadtschulrats sind absolut ungenügend. In der Schule würde man sagen: ‚Setzen, sechs!‘

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