Keine Ruhe kehrt ein!

Grund in Privatbesitz

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Das Grundstück für die „Münchner Lösung“, von der Unterhachinger Straße aus aufgenommen, befindet sich in Privatbesitz.

Beim Thema Südanbindung Perlach (SAP) brodelt es weiter. Stadtrat Johann Altmann (FW) sieht in der so genannten „Münchner Lösung“ keine Alternative und fordert den umgehenden Bau der kompletten SAP.

Auch nach der knappen Mehrheitsentscheidung des Neubiberger Gemeinderats gegen den Bau der Südanbindung Perlach Ende November kehrt in die Diskussion um die Trasse keine Ruhe ein. In einer aktuellen Pressemitteilung fordert der Münchner Stadtrat Johann Altmann (FW) jetzt „die umgehende Planung und den Bau der vollständigen Südanbindung“. Nur so könne man für die Anwohner von Perlach und Neubiberg sowie für die Beschäftigten und Besucher des Gewerbegebiets Perlach-Süd, des Campeons Neubiberg und der Bundeswehr-Universität in Neubiberg echte Verbesserungen erreichen. Die so genannte „Münchner Lösung“ – eine Verbindung von der Unterhachinger- zur Unterbiberger Straße südlich der Nabburger Straße allein auf Stadtgebiet – stellt für Altmann keine wirkliche Alternative dar. „Denn die benötigten Grundstücke sind nicht alle in Besitz der Landeshauptstadt München.“ Diese Information hat der Fraktionschef der Rathauspartei Bürgerliche Mitte nach eigenen Angaben „aus internen Gesprächen bei der Stadt“. Müssten jedoch erst noch Grundstücke angekauft werden, sei eine schnelle Realisierung als Entlastung vor allem für die Anwohner rund um die Weidener Straße wohl kaum in Sicht. Laut Altmann laufen für den Grundstücksankauf auch noch keine Verhandlungen. Die als Südanbindung bekannte Querverbindung von der Unterhachinger- zur Carl-Wery-Straße teils auf Münchner, teils auf Neubiberger Gebiet - ist für Altmann jedoch zukunftsweisend im Hinblick auf die künftige Nutzung des ehemals für die Löwenbräu-Verlagerung gedachten Areals zwischen Neubiberg und Perlach. Der Münchner Stadtrat hat die Information, dass es für das Gebiet bereits konkrete Überlegungen zu einer Wohnbebauung gibt. Das Ganze laufe unter dem Titel „Machbarkeitsstudie für die Münchner Lösung“.

Die Antworten auf eine entsprechende HALLO-Nachfrage beim Planungsreferat der Landeshauptstadt sind unbefriedigend. München suchte zusammen mit Neubiberg nach einer gemeinsamen Lösung, die für beide Kommunen möglichst gut machbar sei, erklärt der Pressesprecher des Planungsreferats, Martin Klamt. „Wir bereiten dazu derzeit eine Beschlussvorlage vor, die das weitere Vorgehen seitens der Stadt München im Kontext der interkommunalen Kooperation klären soll.“ Das Papier soll voraussichtlich im ersten Halbjahr in den Stadtrat eingebracht werden. Für die früher für die Brauereinutzung vorgesehene Fläche gebe es derzeit noch keine konkreten oder gar abschließenden Planungen. „Gleichwohl ist es natürlich wichtig und sinnvoll, sich mit einer tragfähigen zukünftigen Nutzung dieser Flächen auseinanderzusetzen“, betont Klamt. Dies bedinge unbedingt auch die Frage der Erschließung. Dies sei derzeit aber ebenfalls noch nicht definiert. Auch hier will man im Rahmen der interkommunalen Kooperation zu einer Lösung kommen. Bis dies tatsächlich zustande komme, müssten die Anwohner in großen Teilen Altperlachs, Neuperlachs und Neubibergs weiterhin mit permanentem Stau, extremen Verkehrsbelastungen und Schwerlastverkehr in reinen Wohnviertel leben, schimpft FW-Stadtrat Johann Altmann.

Carmen Ick-Dietl

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