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Debatte über Lichterbaum im Bezirksausschuss

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Von: Roman Wintz

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Zwei Männer tragen einen Baum bei Schneefall
In der jüngsten Sitzung gab es eine hitzige Diskussion über den Lichterbaum in Waldperlach. © Heikki Saukkomaa/dpa

Der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach hat in der jüngsten Sitzung über die Art und Beleuchtung des Lichterbaums in Walderperlach diskutiert.

Eine Kiefer oder Tanne soll es künftig nicht mehr werden. Bereits 2021 hatte der Verein „Leben in Waldperlach“ unter Mitwirkung der Freiwilligen Feuerwehr Waldperlach einen Lichterbaum installiert, allerdings noch mit einer Kiefer. Im Bericht des Unterausschusses (UA) des Bezirksausschusses (BA) Ramersdorf-Perlach heißt es „die Kiefer war nicht so schön und versteckt“.

Da auch für dieses Jahr ein Antrag eines örtlichen Vereins für einen Lichterbaum am Waldheimplatz beim BA eingegangen ist, gab es Anfang Oktober dazu einen Ortstermin. „Beim Ortstermin wurde schnell klar, dass eine langsam wachsende Tanne beim Bücherschrank die beste Lösung wäre.“ Da Tannen vom Borkenkäfer befallen würden, schlug der Fachmann vom Gartenbau eine Douglasie vor, die nicht nur widerstandsfähiger sei, sondern auch etwas langsamer wachse, so der Bericht. „Leider ist sie zur Zeit in der städtischen Baumschule nicht vorrätig und muss bestellt werden“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des BA Gunda Wolf-Tinapp (Grüne).

Das jährliche Schmücken würde der Verein „Leben in Perlach“ übernehmen. Finanziert werde das Vorhaben laut Vorsitzendem Thomas Kauer (CSU) über das BA-Budget. Als Schnäppchen bezeichnete er die geschätzte Summe von unter 1000 Euro scherzhaft. „Wir tragen das Thema jetzt so lange vor uns her, es haben sich auch die Überlegungen angesichts der Energiekrise dazu geändert“, so Astrid Schweizer von den Sozialdemokraten. Sie würde anregen, eine Beleuchtung nur über Solar zu machen oder sie einfach ganz wegzulassen. Schweizer sehe das Vorhaben auch als eine Art Vorbildfunktion. „Wir nehmen zusätzlich eine Zeitschaltuhr, damit die Beleuchtung spätestens um 21 Uhr ausgeht“, so Wolf-Tinapp.

Für Dieter Schweizer (SPD) war die Idee noch nicht ganz verständlich: „Läuft die Zeitschaltuhr dann mit Batterie, Solar oder Strom?“ Diese Frage konnte noch nicht eindeutig geklärt sagte: „Wir müssen die Energiezufuhr des Baums auf jeden Fall unterbrechen. Zur Not müssen wir immer hinfahren und das abklemmen.“ Unter lautem Gelächter regte die Fraktionssprecherin der Grünen, Bärbel Girardin, an, mit dem Fahrrad zum Lichterbaum zu fahren, nicht dass die Anfahrt mehr Energie koste, als die Kette selbst.

Letztendlich hat die Mehrheit im Gremium für eine Kostendeckel bei 1000 Euro gestimmt, lustigerweise bei Beleuchtungsschwierigkeiten im Sitzungssaal.

Roman Wintz

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