Keinen Fleck verschwenden

Dachflächen sollen in Berg am Laim immer sinnvoll genutzt werden

Gärtnern auf dem Dach
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Die Idee, Dächer bei Neubauten zu begrünen, hat der Bezirksausschuss Berg am Laim bereits mehrfach eingebracht (Symbolbild).

Versiegelte Flächen sind ein Problem in München. In Berg am Laim will man deshalb dafür sorgen, dass „brach liegende“ Flächen standardmäßig sinnvoll genutzt werden.

Vor 24 Jahren wurde die Gestaltungs- und Begrünungssatzung der bayerischen Landeshauptstadt beschlossen. Seit dem hat sich jedoch einiges geändert. So will München bis 2035 klimaneutral sein. Dafür muss die Stadt aber noch viel tun. Ein Ansatzpunkt ist etwa die Flächenversiegelung, bei der München deutschlandweit vorne liegt. Mit Dach- und Fassadenbegrünung kann auf versiegelten Flächen zumindest wieder ein Stück Lebensraum für Insekten zurückgegeben werden, während die Pflanzen natürlich auch die Luft reinigen und kühlend auf die Gebäude wirken. Oder die Flächen können zur Stromgewinnung mit Sonnenenergie, als Dachgärten oder Aufenthalts- und Sportplätze genutzt werden.

Damit das Thema „sinnvolle Nutzung von neuen Dachflächen“ einen festen Platz in der Planung von Neubauten findet, will der Bezirksausschuss Berg am Laim (BA) die Gestaltungs- und Begrünungssatzung Münchens überarbeiten lassen. So soll bei Flachdächern die Regelung der Satzung so geändert werden, dass Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen, Dachgärten oder Sportflächen darauf realisiert oder bei einer Größe unter 100 Metern begrünt werden können. Außerdem sollen höhere Zuschüsse für Sonnenenergie auf dem Dach und Dachbegrünung gewährt werden.

Da Berg am Laim stark wächst und auch immer dichter bebaut wird, sind freie Flächen ein rares Gut, auch, wenn sie sich auf Dächern befinden. Die Dachflächen in Berg am Laim seien derzeit mehrheitlich ungenutzt, so die BA-Mitglieder.

Doch auch ganz allgemein wollen alle Parteien, die im BA 14 vertreten sind, dass erneuerbare Energien vor Ort gefördert werden. Das Gremium wolle seinerseits Bauträger auf die mögliche Installation von Photovoltaik und Solarthermie hinweisen, heißt es in dem Antrag. „In Fällen, in denen der Bauträger dies nicht selbst umsetzen kann oder will, wird der Bezirksausschuss diesen auf das Programm ‚M-Solar Sonnenbausteine‘ hinweisen, bei dem die Stadtwerke München die Installation und den Betrieb der Anlagen übernehmen“, steht im überparteilichen Antrag.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der BA für die Nutzung von Neubaudächern eingesetzt (HALLO berichtete). So etwa im Fall der Schule an der St.-Veit-Straße, bei der aufgrund der fortgeschrittenen Planungen keine Integration von Aufenthalts- oder Sportflächen auf dem Dach mehr möglich war.

pg

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