Brigitte Arnold leistet Bundesfreiwilligendienst ab

Freiwilliger Einsatz für die Gesundheit

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Brigitte Arnold an ihrem Arbeitsplatz im Alten- und Pflegeheim St. Michael.

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul freut sich darüber, dass die ersten Frauen und Männer ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) in ihren Häusern und Einrichtungen angetreten haben. Sie leisten ein Jahr lang eine freiwillige, gemeinnützige und unentgeltliche Arbeit.

Brigitte Arnold (55) aus Berg am Laim hat eine BFD-Teilzeitstelle im Alten- und Pflegeheim St. Michael angetreten und widmet sich 28 Stunden in der Woche der Gesundheitsförderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Alten- und Pflegeheimen der Barmherzigen Schwestern. Diese Tätigkeit ist ihr auf den Leib geschneidert; denn in dieser Richtung arbeitete sie bisher schon als freiberufliche Sportlehrerin und Gesundheitsberaterin – unter anderen bei den Barmherzigen Schwestern. 

Eigene Idee

Auf die Idee, den BFD abzuleisten, ist Brigitte Arnold selbst gekommen. In den vergangenen Jahren sei sie viel unterwegs gewesen, sagt sie. Sie wolle eine Zeit lang mal an einem festen Ort tätig sein, und auch ehrenamtliche Arbeit habe sie sich gut vorstellen können. Mit dem BFD könne sie ihre normale Arbeit für einen beschränkten Zeitraum unterbrechen und sich gleichzeitig berufsrelevant weiterentwickeln.

Gesundheitsförderung

Bisher war Brigitte Arnold hauptsächlich in der betrieblichen Gesundheitsförderung tätig und gab beispielsweise Kurse in Wirbelsäulen- und Osteoporosegymnastik. Bei den Barmherzigen Schwestern übernimmt sie jetzt die Einzelbetreuung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie besucht jeden einzelnen Mitarbeiter am Arbeitsplatz, spricht mit ihm und beobachtet ihn bei der Arbeit, um spezielle Belastungen zu erkennen. Sie wird untersuchen, ob es Möglichkeiten gibt, die Arbeit der Mitarbeiter zu erleichtern, sie beraten, anleiten und ermutigen, ihre Gesundheit zu pflegen. 

Den Barmherzigen Schwestern liegt die Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter sehr am Herzen. Schon bisher hatten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Innerbetriebliche Fortbildung die Möglichkeit, während der Arbeitszeit an einem Programm zur Burn-out-Prophylaxe oder an einer Rückenschule teilzunehmen. Die Tätigkeit von Frau Arnold passt bestens in dieses Konzept. 

Bundesfreiwilligendienst 

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist 2011 als Initiative zur freiwilligen, gemeinnützigen und unentgeltlichen Arbeit in Deutschland eingeführt worden. Der Bundesfreiwilligendienst wurde von der Bundesregierung als Reaktion auf die Aussetzung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes eingeführt. Er ergänzt die bestehenden Freiwilligendienste (Freiwilliges Soziales Jahr und Freiwilliges Ökologisches Jahr) und soll das bürgerliche Engagement fördern. Ziel ist es unter anderem auch, das Konzept des Freiwilligendienstes auf eine breitere gesellschaftliche Basis zu stellen, da der Bundesfreiwilligendienst nach oben auch für Erwachsene über 27 Jahre offen ist.

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