Bezirksausschuss will keine 10.000 Euro zahlen / Gremium will Überarbeitung

Seniorenstadtteilplan ist BA zu teuer

Zu teuer! Der Kostenvoranschlag für den geplanten Seniorenstadtteilplan ist im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach im ersten Anlauf durchgefallen. Denn mit knapp 10.000 Euro veranschlagten die Senioren etwa 2000 Euro mehr als ursprünglich ausgemacht.

8000 Euro hatte der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach vergangenes Jahr als Unterstützung für die Herausgabe des Senioren-Stadtteilplans in seinem Stadtbezirk zugesichert. Ein Jahr lang haben sich die Seniorenvertreter mit der notwendigen Datensammlung beschäftigt und alle Informationen zu einem druckreifen Entwurf zusammengestellt. Nun aber soll der Plan das Stadtteilparlament 1800 Euro mehr kosten. 

Und das fanden die BA-Politiker gar nicht witzig. Während die SPD meinte, der Differenzbetrag könne über Werbung und Sponsoren wieder rückfinanziert werden, sahen die anderen Parteien keine Chance auf Aufstockung des Betrags. Von der CSU wurden unter anderem die recht hohen Druckkosten sowie weitere Rechnungsposten beanstandet. Einige Dinge könne man durchaus günstiger haben, will Thomas Kauer (CSU) herausgefunden haben. „Ich hätte mir von ehemaligen BA-Mitgliedern schon eine fundiertere Antragstellung gewünscht.“ 

Die Grünen lehnten den Antrag komplett ab. Sprecher Guido Bucholtz schlug vor, den Senioren-Stadtteilplan lieber in einen im Stadtbezirk bekannten Terminkalender zu integrieren. Zudem regte er einen passenden Internet-Auftritt an, in dem sich die Daten leichter aktualisieren ließen. „Sonst brauchen wir ja jährlich eine neue Auflage.“ Zustimmung von Gerhard Zech (FDP), für den die Pläne mindestens fünf Jahre lang vernünftig nutzbar sein müssen. 

Laut SPD-Sprecherin Astrid Schweizer würden sich die Senioren bereits um eine günstigere Druckerei bemühen, außerdem habe die MVG ein Sponsoring angekündigt. Einstimmiger BA-Beschluss deshalb: Die Senioren sollen sich dies alles durch den Kopf gehen lassen und dem BA einen überarbeiteten Antrag vorlegen. Carmen Ick-Dietl

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