Bezirksausschuss Berg am Laim fordert Ausbau bei ÖPNV

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Lärm, Müll, Gestank und Kulturstrand im Ostpark

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Hotelboom in München — auch für Insekten

Bezirksausschuss setzt sich für Insektenhotels in Berg am Laim ein

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Insektenhotels können unter den richtigen Bedingungen etwas zum Artenschutz beitragen ­— auch in Berg am Laim.

In der Landeshauptstadt ist derzeit ein regelrechter Bauboom von Hotelgebäuden zu beobachten. In sämtlichen Neubaugebieten wie dem Werksviertel, Baumkirchen Mitte oder auch Perlach PLAZA sind Hotels vorgesehen. Doch nicht nur dort werden Bettenburgen gebaut: Oft ersetzen sie auch ältere Gebäude, die vorher einem anderen Zweck dienten. Während der vermehrte Hotelbau auf viel Kritik stößt, will der Bezirksausschuss Berg am Laim mehr Hotels für Insekten schaffen. Nach der Suche und Ausweisung nach Langgraswiesen und zu belebenden Grünstreifen soll sich nun auch um Insektenhotels an den passenden Stellen bemüht werden. „Die Bedingungen für Insekten können mit den Insektenhotels optimiert werden“, erklärt Thomas Höhler (CSU). Neben der Erweiterung des Nahrungsangebotes soll auch für ausreichende Brut- und Überwinterungsplätze gesorgt werden.

Insektenhotels, auch Insektenhaus genannt, werden schon seit den 1990er Jahren verwendet, um Insekten Lebensräume zurück zu geben. Mittlerweile sind sie in Baumärkten und teilweise sogar in Supermärkten zu finden. Leider sind nicht alle im Handel erhältlichen Exemplare auch wirklich eine Hilfe für die Tiere. Oft werden ungeeignete Holzarten verwendet, die Röhren haben einen zu großen Durchmesser oder enthalten Materialien, die Insekten nicht als Versteck nutzen. Auch müssen die Röhrchen besonders glatt geschliffen sein, damit sich die Insekten beim Ein- und Ausstieg nicht verletzen.

Als Material empfiehlt der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) gut durchgetrocknetes Hartholz wie Eiche, Esche oder Buche. Auch Obstholz eignet sich zum Bau eines Insektenhotels. Die Länge der Bohrungen oder Rohre, die etwa auch aus Bambus, Schilf oder Pappe bestehen können, sollte zehn bis 15 Zentimeter betragen. Der Durchmesser der Öffnungen sollte zwischen zwei und neun Millimeter liegen, damit sich Wildbienen wohlfühlen. Steht ein Insektenhaus erst einmal an geeigneter Stelle, sollte es das ganze Jahr über am Platz bleiben. Bis auf die Kontrolle des Holzes auf Pilze oder Ausfransungen und der Austausch von angewitterten Halmen ist die Hilfe für Insekten ansonsten mit wenig Pflege verbunden, denn die Tiere reinigen ihre Unterkunft selbstständig.

pg

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